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Klassik

Beethovens Poesie und die Politik eines Schostakowitsch

Igor Levit
Igor Levit(c) imago stock&people
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Kritik Musikverein: Jubel um Symphoniker, Igor Levit und Manfred Honeck.

Ein Spiel mit Dynamik und Geschwindigkeit trieb Igor Levit mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 auf die Spitze. Nicht nur perlten Läufe und Triller teils in waghalsigem Tempo und seltener Exaktheit, der Genuss ging weit über die Bewunderung der Fingerfertigkeit hinaus, lotet dieser Pianist doch innehaltend Pianissimo-Passagen delikat aus, um Folgendes umso eruptiver erscheinen zu lassen. In den Symphonikern, die das Werk kennen wie ihre Westentasche, fand Levit ein starkes Pendant. Manfred Honeck am Pult stellt das Orchester ganz in den Dienst von Levits Interpretation, vor allem bei den vom Pianisten ins Pianissimo zurückgenommenen Passagen.