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Vorwurf der Unterwanderung: Trump will gegen FBI ermitteln lassen

REUTERS/Kevin Lamarque
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Der US-Präsident wirft dem FBI vor, sein Wahlkampfteam 2016 im Auftrag seines Vorgängers Obama unterwandert zu haben. Auf Twitter fordert er nun eine offizielle Untersuchung.

US-Präsident Donald Trump will eine Untersuchung einleiten, um herauszufinden, ob das FBI oder das Justizministerium sein Wahlkampfteam 2016 ausgespäht oder unterwandert haben. Das kündigte Trump am Sonntag über Twitter an.

Das Justizministerium selbst solle demnach die Ermittlung übernehmen und ein Augenmerk darauf legen, ob die Regierung von Präsident Barack Obama ein solches Vorgehen gefordert habe. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bundesbehörde mitgeteilt, keinerlei Beweise für eine Abhöraktion durch die Obama-Regierung vorliegen zu haben.

Für Trump ist die angebliche Überwachung seines Wahlkampfteams aber immer wieder ein Thema. Am Montag werde er offiziell eine Untersuchung beantragen, schrieb Trump auf dem Kurznachrichtendienst.

Einflussnahme von Golfstaaten?

Trump sprach in der Vergangenheit mehrfach davon, dass sein Vorgänger Obama, dessen Regierung sowie verschiedene Institutionen seinen Wahlkampf ausgespäht haben könnten. Die von Trump angeführten angeblichen Abhörversuche durch Obama verglich er unter anderem mit dem Watergate-Skandal.

Berichten zufolge hatte das FBI eine vertrauliche Quelle, um mit Beratern Trumps über mögliche Verbindungen seines Teams zu Russland und einer etwaigen Beeinflussung der Wahl zu sprechen. Trump legt seit Tagen mit offensichtlich wachsendem Ärger nahe, dass diese FBI-Quelle in seinem Team platziert worden war. Unter Berufung auf Ermittler und Regierungsquellen schrieben US-Medien, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

Am Samstag berichtete zudem die "New York Times", Trumps ältester Sohn Donald Trump Jr. habe sich im Jahr 2016 mit einem Repräsentanten zweier Golfmonarchien getroffen, die seinem Vater angeblich zum Wahlsieg verhelfen wollten. Die Zeitung schreibt, dies seien die ersten Anzeichen dafür, dass nicht nur Russland versucht haben könnte, Trump in den Monaten vor der Wahl im November 2016 zu unter die Arme zu greifen. Trump kritiserte den Bericht am Sonntag auf Twitter als "Hexenjagd".

(APA/Reuters/dpa)