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Venezuela soll Mordkomplott unterstützt haben

Kolumbiens Präsident Uribe sollte ermordet werden
(c) REUTERS (JOSE MIGUEL GOMEZ)
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Ein spanischer Ermittlungsrichter beschuldigt die Regierung in Caracas, in Attentats-Pläne auf den kolumbianischen Präsidenten verstrickt zu sein. Venezuela soll die Terror-Gruppen ETA und FARC unterstützt haben.

Die spanische Justiz hat der venezolanischen Regierung von Präsident Hugo Chávez zur Last gelegt, Terrorgruppen bei der Planung von Anschlägen auf den kolumbianischen Staatschef Alvaro Uribe unterstützt zu haben. Indizien deuteten darauf hin, dass Venezuela mit den kolumbianischen FARC-Rebellen und der baskischen Terror-Organisation ETA kooperiert habe, betonte der Ermittlungsrichter Eloy Velasco in einem am Montag in Madrid veröffentlichten Bericht.

Der Jurist ermittelt gegen sechs mutmaßliche ETA-Mitglieder und sieben FARC-Rebellen, die in Spanien Anschläge auf Uribe und dessen Vorgänger Andrés Pastrana geplant haben sollen. Weitere Ziele geplanter Attentate in Spanien waren demnach die frühere kolumbianische Botschafterin in Madrid, Noemí Sanín, der ehemalige Präsidentschaftskandidat und zweimalige Bürgermeister von Bogotá, Antanas Mockus, sowie der kolumbianische Vizepräsident Francisco Santos gewesen.

Mutmaßliches ETA-Mitglied in Venezuela

Zu den Verdächtigen gehört auch ein mutmaßliches ETA-Mitglied, das in Venezuela lebt und der dortige Verbindungsmann der baskischen Separatisten sein soll. Der 46-Jährige erhielt nach Angaben des Ermittlungsrichters von der Chávez-Regierung hohe Posten in der Verwaltung, unter anderem als Abteilungsleiter im Agrarministerium.

Die ETA unterhielten schon seit Jahrzehnten in Lateinamerika Verbindungen zu verschiedenen Organisation. In Venezuela lebten zeitweise bis zu 40 ETA-Terroristen. Mit den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) arbeite die ETA seit den 80er Jahren zusammen, heißt es in dem Bericht. Der Richter erließ internationale Haftbefehle gegen die Verdächtigen. Von den sechs gesuchten mutmaßlichen ETA-Terroristen leben nach spanischen Medienberichten drei in Kuba und je einer in Mexiko und Venezuela. Bei einem ist der Aufenthaltsort unbekannt.

(APA)