Noch nie gab es so viele Verkaufspositionen auf das britische Pfund. Dieses brach auf 1,48 Dollar ein und war so billig wie seit zehn Monaten nicht mehr. Experten erwarten einen Kursrutsch bis auf 1,40 Dollar.
Das britische Pfund brach am Montag um bis zu drei Prozent auf 1,4784 Dollar ein und war damit so billig wie seit zehn Monaten nicht mehr. Zum Euro fiel das Pfund auf ein Drei-Monats-Tief von 1,0930 Euro. Auslöser dürften die Sorgen vor einem politisches Patt bei den Parlamentswahlen im Frühjahr sowie schwache Konjunkturdaten sein.
"Die wirtschaftlichen und politischen Aussichten für Großbritannien sind trübe", sagte Devisenstratege Ian Stannard von BNP Paribas laut "Handelsblatt". Auch die Bewilligungen für Hypothekarkredite gingen in Großbritannien überraschend stark zurück. "Der starke Rückgang ist keine Überraschung", zitiert die Zeitung Investec-Volkswirt Philip Shaw. Die Frage sei, ob es sich um einen witterungsbedingten Ausreißer oder den Beginn eines längerfristigen Abschwungs handle.
Laut "Financial Times Deutschland" kletterten aber auch die Netto-Verkaufspositionen in der vergangenen Woche laut der US-Terminbörsenaufsicht CFTC von 56.100 auf 62.900 Kontrakte. Die Verkaufspositionen sind demnach so hoch wie nie.
Dem Blatt zufolge halten Analysten einen raschen Kursverfall für nicht ausgeschlossen. "Wir erwarten jetzt einen Rutsch bis auf 1,40 Dollar", sagt Lee Hardman, Währungsstratege der Bank of Tokyo Mitsubishi UFJ.