Ramadan in der Schule: „Wenn du nicht fastest, bist du ein Weichling“

Privatymnasium Dialog, Koeln
Privatymnasium Dialog, Koeln(c) Kai Nedden/picturedesk.com
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Feste werden verschoben und Kinder kollabieren: Im Ramadan fasten auch Schüler, und das macht sich in so manchem Klassenzimmer bemerkbar. Die muslimische Fastenzeit fällt heuer in die Zeit der Prüfungen und Schulausflüge.

Wien. Schon um 3.27 Uhr begann es heute in Wien zu dämmern und erst um 20.46 Uhr wird die Sonne untergehen. In den 17 Stunden dazwischen werden gläubige Muslime heute, wie an allen 30 Fasttagen im Ramadan, nichts essen und trinken. Daran halten sich teilweise auch Kinder und Jugendliche, und das macht sich im Schulalltag zunehmend bemerkbar.

„Im Ramadan kippen die Schüler von der Bank“, titelte die Zeitung „Die Welt“ in der Vorwoche und berichtete über Klagen des deutschen Lehrerverbands, wonach muslimische Eltern die Schuldirektoren unter Druck setzen, während des Ramadans als Rücksicht auf die fastenden Kinder keine Leistungsprüfungen oder schulischen Exkursionen anzusetzen. Das hätten sie, sagen Österreichs Lehrervertreter zur „Presse“, hierzulande noch nie gehört. Zu körperlichen Beschwerden wie Kreislaufzusammenbrüchen komme es aufgrund des Fastens aber auch an den heimischen Schulen („Mir ist einmal ein Mädl von der Sprossenwand gefallen“).

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