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"Qando" vor dem Aus: Wiener Linien-App löst Routenplaner ab

Die Presse/Clemens Fabry

Die App „WienMobil“ hat ihr erstes Update erhalten. In den kommenden Monaten soll sie den Routenplaner „qando“ ablösen – sobald sie auch für Blinde benützbar ist.

Ein wichtiger Schritt fehle noch, bevor qando und die Ticketkauf-App der Wiener Linien ersetzt werden können: WienMobil ist noch nicht barrierefrei – also für Blinde und Sehbehinderte nutzbar. Die neue offizielle Smartphone-App der Wiener Linien hat am Sonntag ihr erstes großes Update für Android und iOS erhalten. Die App existiert seit Juni 2017, und vereint die Funktionen des Routenplaners qando und der Ticketkauf-App. Diese werden „in den kommenden Monaten“ abgelöst, heißt es bei den Wiener Linien.

160.000 Personen haben WienMobil bereits installiert. Zum Vergleich: Seit ihrem Erscheinen 2009 wurde die Vorgänger-App qando rund 1,5 Millionen Mal heruntergeladen. Im Jahresvergleich seien das ungefähr gleich viele Nutzer. „Wir gehen davon aus, dass aufgrund der neuen und kommenden Updates viele Fahrgäste umsteigen werden“, sagt Christoph Heshmatpour von den Wiener Linien.

Seit dem Update hat "WienMobil" eine neue Oberfläche.DiePresse

App im neuem Design

Verändert hat sich in der neuen Version die komplette Darstellung. Die Karte wurde übersichtlicher gestaltet, außerdem werden Verkehrsmeldungen und Störungen in Echtzeit integriert und in den Routen angezeigt. „Wir haben viel Kundenfeedback eingearbeitet“, schildert Heshmatpour. Viele hätten sich etwa die von quando bekannte Übersicht über die Fahrpläne gewünscht, die nun integriert sei.

Mittels der App können Fahrgäste der Wiener Linien digital Tickets kaufen. Wochen- und Monatstickets sowie personalisierte Dauerkarten wie Semesterticket oder Jahreskarte können gespeichert werden. Im Vergleich zum Routenplaner qando können Nutzer von WienMobil ihre Routen mit Taxi, Carsharing oder Fahrrad kombinieren. Die Wiener Linien arbeiten dabei mit den Unternehmen car2go, DriveNow, Zipcar, Europcar, sowie den Bikesharing-Anbietern Citybike und nextbike zusammen. Auch Taxiunternehmen 40100 und 31300 sowie die WIPARK-Garagen können in die Routenplanung integriert werden.

(tw)