Was sagt der Koran über die Liebe?

Die liebe Familie (v. l.): Tochter Mahwish (Irina Sulaver), Vater Afzal (Peter Simonischek), Schwiegersohn Eli (Philipp Hauß), Tochter Zarina (Aenne Schwarz).
Die liebe Familie (v. l.): Tochter Mahwish (Irina Sulaver), Vater Afzal (Peter Simonischek), Schwiegersohn Eli (Philipp Hauß), Tochter Zarina (Aenne Schwarz).APA/HANS KLAUS TECHT
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Ayad Akhtars Kammerspiel „The Who and the What“ setzt sich mit dem Islam intelligent auseinander. Felix Prader hat es mit perfektem Ensemble subtil inszeniert.

Tolles Theater, das den Nerv der Zeit trifft, braucht nicht viel: Manchmal genügen ein riesiger Teppich als eine Art Rückwand sowie fünf Stühle für das Bühnenbild (Anja Furthmann), vier wunderbare Darsteller, eine unaufdringliche, vielleicht gerade deshalb äußerst wirksame Regie und ein gut gemachtes, aktuelles Stück, das in knapp zwei Stunden unterhält und belehrt.

Tolles Theater braucht sehr viel: All die genannten Faktoren müssen perfekt zusammenpassen. Das ist am Sonntag im Akademietheater bei der österreichischen Erstaufführung von „The Who and the What“ (deutsche Übersetzung von Barbara Christ) gelungen. Ayad Akhtar, 1970 in New York City als Sohn pakistanischer Einwanderer geboren, in Milwaukee aufgewachsen, inzwischen ein Shooting Star der US-Literatur, hat in Wien erneut mit einem raffiniert simplen Stück entzückt, wie schon vor knapp zwei Jahren im Burgtheater mit „Geächtet“ (für das er 2013 einen Pulitzer-Preis erhielt).

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