Wiener Börse am Nachmittag: ATX mit Minus von 0,94 Prozent

Am frühen Nachmittag trieb es den ATX etwas tiefer in die Verlustzone. Der heimische Leitindex markierte damit das größte Minus unter den europäischen Indizes.

Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei eher geringem Volumen mit tieferer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2447,75 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 23,16 Punkten bzw. 0,94 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,08 Prozent, FTSE/London -0,13 Prozent und CAC-40/Paris -0,25 Prozent.

Am frühen Nachmittag trieb es den ATX etwas tiefer in die Verlustzone. Der heimische Leitindex markierte damit das größte Minus unter den europäischen Indizes. Besondere Nachrichten gab es nicht, um die Abwärtsbewegung zu begründen. Die negative Tendenz bei allen ATX-5-Werten drückte auf die Stimmung. Unter den Schwergewichten gab es insgesamt kaum Gewinner.

Was an Unternehmensnachrichten fehlte, machte die Fülle an Analystenkommentare wett. Die Experten der Societe Generale haben ihr Kursziel für die Verbund-Aktien von 28,00 auf 26,00 Euro reduziert. Das Anlagevotum belassen sie mit "Sell" unverändert. Die Aktie des Verbund, die am Vortag nach der Vorlage der Ergebnisse 2009 unter Druck geraten war, setzte ihren Abwärtstrend fort. "Das sind die Nachwehen der Vortagesergebnisse", kommentierte ein Händler. Die Aktien fielen um 3,43 Prozent auf 27,91 Euro. Intercell, die ebenfalls am Dienstag Zahlen vorgelegt hatten, gaben um 1,84 Prozent auf 20,22 Euro nach.

Palfinger verloren 1,19 Prozent auf 15,71 Euro. Im bisherigen Tagestief waren die Papiere bis 15,13 Euro gefallen. Die RCB hat ihre Empfehlung für Palfinger-Papiere auf "Reduce" von "Hold" gesenkt.

Die Analysten von JPMorgan haben das Kursziel für die Aktien von Zumtobel von 15,50 auf 17,00 Euro angehoben. Das Anlagevotum lautet jedoch weiterhin auf "Neutral". Eine längerfristige Beschleunigung im Wachstum wird von den Experten jedoch nicht erwartet. Zumtobel zeigten sich um 1,70 Prozent tiefer bei 15,63 Euro.

Die Aktienexperten der Credit Suisse senken ihre Anlageempfehlung für die Aktien der voestalpine von "Outperform" auf "Neutral". Sie begründen diesen Schritt mit der Tatsache, dass die voestalpine-Anteile in der jüngsten Vergangenheit um neun Prozent stärker als der Sektor zugelegt hatten. Das Kursziel geben die Analysten mit 30 Euro an. Voestalpine gaben um 1,74 Prozent auf 26,0 Euro nach.

Bei der Vienna Insurance Group (VIG) wurde am Dienstagabend bekannt, dass das Unternehmen aus dem Syndikatsvertrag mit den beiden Porr-Großaktionären B&C und der Ortner Gruppe aussteigt. Die VIG hat dem Porr-Vorstand mitgeteilt, dass sie nicht mehr Partei des Syndikatsvertrages sei. VIG-Anteile zeigten sich mit einem Abschlag von 1,54 Prozent auf 35,69 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2471,62 Punkten, das Tagestief lag um 11.10 Uhr bei 2445,63 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,82 Prozent bei 1143,20 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market zehn Titel mit höheren Kursen, 30 mit tieferen und vier unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.410.110 (Vortag: 3.380.951) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 155,61 (119,62) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 463.911 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 25,82 Millionen Euro entspricht.

(APA)

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