Fokus auf
Jubiläum

170 Jahre "Die Presse"

Dossier Gegründet als Tageszeitung in den bewegten Zeiten zur Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde „Die Presse“ durch professionellen Journalismus mit hohem Anspruch in ganz Europa groß. Heute stellt sich „Die Presse“ als Medienmarke den Herausforderungen einer Gesellschaft in Transformation und bedient sich dabei jener Stärke, die sie seit über 170 Jahren ausmacht: des unabhängigen Qualitätsjournalismus.
Ein Dossier von Günther Haller

Ganz Österreich erzählt dieser Tage Geschichte. In diesem Erinnerungs- und Jubiläumsjahr 2018 gedenken wir vieler Zeitenwenden. Mit dem hundertjährigen Republiksjubiläum als identitätsstiftendem Anlass an der Spitze; dem Jahr 1938, das zuerst für Österreich, dann für Europa und auch für die Welt dramatisch war; und 1968 mit einer weniger bedrohlichen gesellschaftlichen Revolution, die aber in ihren Ausläufern in allen Bereichen bis heute nachwirkt. Nur um die allergrößten 8er- Anlässe zu nennen. Den Weg zur Republik und die Wiener Moderne haben wir auch in der Reihe der „Presse“-Geschichte- Magazine lebendig nachgezeichnet.

Das Magazin mit allen Texten aus 170 Jahren Geschichte der Zeitung können Sie hier erwerben:

Doch während viele Geschichte gleichsam aus zweiter Hand erzählen (müssen), war „Die Presse“ immer schon da und dabei. Also gut, nicht wirklich immer, aber immerhin seit 1848. Deshalb feiern auch wir als Zeitung, Medienmarke und Verlag im 8er-Gedenkjahr 170. Geburtstag. Und tun dies auch mit einem Magazin, aus dem wir in diesem Dossier ein paar Gustostücke präsentieren. Für das Geschichte-Magazin öffnen Günther Haller und Tina Stani gemeinsam mit Art Director Matthias Eberhart und den Autoren Wolfgang Böhm, Oliver Grimm, Judith Hecht, Andreas Tanzer, Wilhelm Sinkovicz, Anna- Maria Wallner und Karl Woisetschläger wieder einmal das „Presse“-Archiv und lassen Sie und uns staunen. Über die bewegte Geschichte der „Presse“, in deren Aufs und Abs sich auch die Geschicke Österreichs spiegeln. Über die vielen schillernden Persönlichkeiten, die für diese Zeitung arbeiteten und für sie schrieben. Von Sigmund Freud bis Arthur Schnitzler. Von Karl Marx bis Stefan Zweig. Von Theodor Herzl bis Georg Büchner. Um nur einige zu nennen. Ja, in der Redaktion dieser Zeitung wurden nicht nur Geschichten geschrieben, sondern auch Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger.

Aber anders als Historiker, die oft erst im Nachhinein bewerten, einordnen und auswählen, tut dies eine Tageszeitung als Zeitgenosse eben jeden Tag. Wie die Zeitung die Zeit spiegelt, zeigt auch die Geschichte der „Presse“. Die dramatische Geburtsstunde in den Revolutionskämpfen 1848, ihr früher ökonomischer Überlebenskampf, der Aufstieg der „Neuen Freien Presse“ zum Leitmedium Mitteleuropas, der fatale Verfall parallel zu Monarchie und Republik, die Anpassung und dann das Aus während des Nationalsozialismus, die mühsame Neugründung nach Kriegsende, das publizistische Wiedererstarken als relevantes Qualitätsmedium bis hin zum heutigen Umbruch der Medienbranche.

Während viele Zeitungsmarken die digitale Revolution nicht überlebt haben, erfindet sich „Die Presse“ zum x-ten Mal neu. Und auch wieder nicht: Denn das Handwerk Journalismus, das in der Redaktion der „Presse“ seit 170 Jahren von Journalistengeneration zu Journalistengeneration weitergegeben wird, 2018 ebenso Bestand hat, wie es schon bei der Gründung 1848 Bestand hatte. Penible Recherche, Check und Gegencheck, Trennung von Bericht und Kommentar, exzellente Journalisten mit Integrität und Grundsätzen, das alles führt zu Vertrauen in Informationen. Vertrauen, das sich nicht in ein paar Jahren herstellen lässt, sehr wohl aber über Jahrzehnte, ja inzwischen tatsächlich fast zwei Jahrhunderte. Da lässt sich so manche Neuerung auf dem Medienmarkt etwas gelassener verfolgen.

Erfahren Sie also mehr über Ihre Tageszeitung, vieles, das Sie so nicht mehr gewusst haben, manches, das Sie vielleicht so zum ersten Mal lesen. Wir schreiben in der „Presse“ inzwischen weiter Geschichte, wie wir es immer schon, nein, seit 170 Jahren tun.

Das Magazin mit allen Texten aus 170 Jahren Geschichte der Zeitung können Sie hier erwerben:


122 Seiten, 8,90 Euro (6,90 für Abonnenten)

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