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Mehr Mineralstoffe im Leitungswasser als im Mineralwasser

Symbolbild Trinkwasser
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Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat verschiedene Mineralwassersorten mit Leitungswasser aus Linz und Umgebung verglichen.

691 Millionen Liter Mineralwasser wurden im Vorjahr in Österreich verkauft – Tendenz steigend. Dass auch das Leitungswasser hierzulande sehr gute Qualität hat, ist bekannt. Aber Mineralwasser sollte doch mehr Mineralstoffe enthalten, oder? Die Arbeiterkammer Oberösterreich wollte es genauer wissen und hat 19 österreichische und 14 ausländische Mineralwassersorten mit Leitungswasser aus Linz und Umgebung verglichen. Untersucht wurde das Wasser auf den Gehalt an charakteristischen gelösten Feststoffen: Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Chlorid, Sulfat und Hydrogencarbonat.

Mehr Mineralstoffe als im Luxuswasser

Das Ergebnis: Der Gehalt typischer gelöster Feststoffe liegt beim Leitungswasser aus Linz und Umgebung im Durchschnitt bei 532 Milligramm je Liter. Somit rangiert es im Arbeiterkamer-Test auf Platz elf der österreichischen und auf Platz sechs unter den importierten Marken. Das heißt, sieben der 19 heimischen Mineralwassersorten und acht Importprodukte sind teils „wesentlich niedriger mineralisiert“. Zwischen Preis und Mineralstoffgehalt findet die AK keinen Zusammenhang. Sie führt das Beispiel des teuren Luxuslabels Voss an, das "mit 5,31 Euro je Liter gerade mal halb so viele wertgebende Mineralien besitzt wie Leitungswasser aus Linz und Umgebung."

Die Arbeiterkammer rechnet vor: "Deckt man seinen täglichen Flüssigkeitsbedarf von zwei Litern mit Leitungswasser, müsste man lediglich circa ein Euro pro Jahr ausgeben." Für die gleiche Menge heimischen Mineralwassers müsse man je nach Sorte zwischen 124 und 723 Euro berappen. Bei Mineralwasser aus dem Ausland wird es noch einmal wesentlich teurer.

>>> Testergebnisse der AK Oberösterreich

Welches Mineralwasser ist gut für wen?

Auch wenn die AK grundsätzlich vom Mineralwasserkauf abrät, räumt sie ein, dass gewissen Personengruppen profitieren können:

  • Wer kaum Milchprodukte isst, könnte calciumhaltiges Mineralwasser als alternativen Calciumlieferanten nutzen.

 

  • Natrium- oder magnesiumreiche Mineralwässer eignen sich zum Ausgleich des Elektrolytverlustes bei Intensivsportlern.
  • Hydrogencarbonatreiche Wässer wiederum können regulierend in den Säure-Basenhaushalt eingreifen
  • Natriumarme Wässer können für Personen mit Nierenerkrankungen oder Bluthochdruck geeignet sein.

 

(sk)