Hoch hinaus
James Bond, jetzt nicht mehr top secret
Erst war Söldens Bergwelt Drehort zu "Spectre", jetzt ist sie Bühne für eine Weltpremiere: Mit "007 Elements" entstand die erste permanente James Bond-Welt auf 3040 Metern. Am 12. Juli wird sie eröffnet.
Erst war Söldens Bergwelt Drehort zu "Spectre", jetzt ist sie Bühne für eine Weltpremiere: Mit "007 Elements" entstand die erste permanente James Bond-Welt auf 3040 Metern. Am 12. Juli wird sie eröffnet.
(c) APA/EXPA/JAKOB GRUBER (EXPA/JAKOB GRUBER)
Eine Sehenswürdigkeit ist dieses zweistellige Millionenprojekt der Bergbahn Sölden gemeinsam mit EON Productions und den Metro-Goldwyn-Mayer Studios tatsächlich geworden. Mit den Dreharbeiten zu „Spectre“ im Jahr 2015 entstand die Idee, Sölden könnte an der Strahlkraft der Marke Bond weiter teilhaben. Die Lobby im neuen "007 Elements". Der Besucher wärmt sich auf für den Weg durchs Innere des Berges - und des Bond-Universums.
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So entstand am – oder besser gesagt im – Gaislachkogl ein Ort für Filmfans, James-Bond-Spezialisten, den nahen Tagesgast wie den internationalen Europareisenden. Zugleich eröffnete sich hier dem Publikum ein neues Format.
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Für eine solche „Cinematic Installation“ gibt es keine echte Bezugsvorlage: Was hier im Inneren des Gipfelbereichs des Söldener Skibergs auf 1300 Quadratmetern errichtet wurde, ist weder Museum noch Kino, nicht Filmstudio, nicht Themen- und Erlebniswelt im herkömmlichen Sinn.
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The Barrel of the Gun: Sounds, Visuals, das ist der erste Eindruck des Besuchers im "007 Elements". Insgesamt neun Räume dieser "Cinematic Installations" gibt es hier.
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Im Halbdunkel geht's durch Verbindungsräume, illuminiert vom Schein der Screens, der Projektoren und der Visuals, durch ein modernes Spiegelkabinett, in dem sich die Daniel Craigs und ihre Gegenspieler vervielfachen, Filmszenen, die zeitversetzt, in Gegenschüssen miteinander kommunizieren. Gadgets für den Agenten-Einsatz: Devotionalien werden im "Tech Lab" wie Kunstwerke präsentiert. Manches ist interaktiv.
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Mittendrin wird der Betrachter dramaturgisch clever gelenkt, auch damit seine Verweildauer für den Betreiber berechenbar bleibt, schließlich soll zeitgleich immer nur eine bestimmte Anzahl von Menschen diesen Ort durchwandeln. Im "Briefing Room" erhält James Bond alle Daten für seinen "Spectre"-Einsatz in Sölden.
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Spiegeleffekte vervielfältigen James Bond-Filmmaterie ins Unendliche. 24 Filme gibt's bis dato. In der „Legacy Gallery“ kann man sich durch sämtliches Filmmaterial zwischen „Liebesgrüßen aus Moskau“ bis eben „Spectre“ von Connery bis Craig wischen. Mit Geodaten wird man hier über den Drehort Sölden gebrieft, sieht, was wo genau zum Einsatz kam, die moderne Seilbahn auf den Gaislachkogl, die Gletscherstraße, vor allem aber das Gebäude, das eine Klinik mimt, in Wahrheit aber das exklusive Gipfelrestaurant Ice Q ist.
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Im "Screening Room" läuft gerade die Verfolgungsjagd über die Söldener Gletscherstraße.
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Der Großteil von "007 Elements" befindet sich untertags. Eine auskragende Fensterfront bietet kurz, aber spektakulär Aussicht auf hochalpines Setting.
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Gemeinsam mit dem Ice Q und der Gaislachkoglbahn bildet die neue "Cinematic Installation" alias "007 Elements" ein Ensemble. Hier fand Regisseur Sam Mendes die Location, die er für "Spectre" suchte.
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Der Söldener Bergbahnchef Jack Falkner verfolgte die Idee eines permanenten James Bond-Stätte.
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Die ganze Szenografie trägt die Handschrift von Neal Callow, Art Director hinter "Spectre", "Skyfall" oder "Casino Royale".
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Architekt Johann Obermoser plante nach dem Ice Q und der Bergbahn auch das neue Gebäude. Die einzelnen Baukörper sind mit speziellen Manschetten verbunden, der geologischen Situation und des Permafrost wegen.
(c) Anton Klocker
Roh, pur, kühl im wahrsten Sinne des Wortes: Der Betonbau am und im Berg auf 3040 Metern ist nicht beheizt.
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