Wiener Börse am Abend: Ruhiger Tag endet klar negativ

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei gutem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel stark um 47,44 Punkte oder 1,93 Prozent auf 2.409,54 Einheiten.

In einem ruhigen Börsentag erreichte der ATX nicht annähernd die Gewinnzone, hieß es aus dem Handel. Im Späthandel wurden die Abschläge in Wien nach schwachen US-Immobiliendaten noch etwas ausgeweitet und der heimische Leitindex schloss auf seinem Tagestief. Massiven Verkaufsdruck gab es vor allem bei den Aktien von Raiffeisen International und Verbund zu beobachten. Mangels Unternehmensmeldungen rückten am Berichtstag auch neue Analystenmeinungen in den Blickpunkt.

Ohne fundamentale Neuigkeiten rutschten Raiffeisen International-Titel deutlich um 6,95 Prozent auf 30,52 Euro ab. Auch die Verbund-Aktie "litt" nach Händleraussage erneut. Die Papiere des Energieversorgers sackten nach zwei negativen Analystenkommentaren deutlich um 4,74 Prozent auf 27,31 Euro ab. Die UniCredit kürzte ihr Kursziel von 31,50 auf 28,50 Euro und die Spezialisten der Erste Group stuften die Verbund-Papiere von "hold" auf "reduce" zurück.

Andritz fielen im Vorfeld neuer Geschäftsergebnisse um 1,86 Prozent auf 41,71 Euro. Der steirische Anlagenbauer wird zum Wochenausklang über seine Ergebnisse des Jahres 2009 berichten.

Schwach in Form zeigten sich auch die beiden Schwergewichte OMV (minus 2,34 Prozent auf 26,27 Euro) und Erste Group (minus 1,79 Prozent auf 27,50 Euro). Palfinger bauten ein Minus von 1,07 Prozent auf 16,71 Euro. Am Vortag hatten die Aktien des Kranherstellers noch ohne fundamentale Nachrichten um mehr als sechs Prozent angezogen. Die UniCredit-Experten senkten ihr Kursziel für das Salzburger Unternehmen von 18,70 auf 17,00 Euro.

Intercell gingen leicht um 0,24 Prozent auf 20,45 Euro zurück. Analysten von Merrill Lynch revidierten ihr Kursziel für den Impfstoffentwickler von 26,00 auf 24,00 Euro nach unten.

Bwin befestigten sich hingegen um 2,16 Prozent auf 42,95 Euro. Hier verwies ein Händler auf Unterstützung durch erneut geschürte Spekulationen um einen möglichen Zusammenschluss mit der britischen PartyGaming.

(APA)

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