Wiener Börse in der Früh: ATX 0,91 Prozent im Plus

In einem einheitlich freundlichen Umfeld an den europäischen Leitbörsen konnte auch der Wiener Aktienmarkt zum Wochenschluss mit Kursgewinnen aufwarten.

Die Wiener Börse hat sich am Freitag im frühen Handel bei moderates Anfangsvolumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 2431,43 Punkten nach 2409,54 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Plus von 21,89 Punkten bzw. 0,91 Prozent.

In einem einheitlich freundlichen Umfeld an den europäischen Leitbörsen konnte auch der Wiener Aktienmarkt zum Wochenschluss mit Kursgewinnen aufwarten. Gespannt warten Marktteilnehmer auf den am Nachmittag zur Vorlage anstehenden Arbeitsmarktbericht aus den USA. Eine Beschleunigung des Jobabbaus könnte die Märkte verunsichern, hieß es aus dem Handel.

Unter den Einzelwerten rückten nach Zahlen die Papiere des steirischen Anlagenbauers Andritz in den Fokus. Sie stiegen im frühen Geschäft um 0,70 Prozent auf 42,00 Euro. Die Wirtschaftskrise hat auch bei Andritz deutliche Spuren hinterlassen, der Gewinn schrumpfte um rund 30 Prozent und lag unter den Erwartungen von Analysten. Der Vorschlag für die Dividende 2009 liegt mit 1,0 Euro nur knapp unter der Vorjahresausschüttung von 1,1 Euro je Anteilsschein.

Von Analystenseite wurden zwei Kommentare zu Titeln im prime market bekannt. Die Wertpapierexperten von Morgan Stanley haben die Anlageempfehlung für die Titel der heimischen Post von "underweight" gleich auf "overweight" erhöht und gleichzeitig das Kursziel von 21 auf 25 Euro angehoben. Die Post-Titel rückten um 0,74 Prozent auf 20,40 Euro vor. Indessen haben die Spezialisten von Morgan Stanley das Kursziel für die Aktien der Erste Group von 40 auf 43 Euro angehoben. Die Bankaktie stieg um 0,65 Prozent auf 27,68 Euro.

Die Augen vieler Anleger richten sich momentan auf den Aktienkurs des Mitbewerbers Raiffeisen International, die um 1,87 Prozent fester bei 31,09 Euro notierten. Die Aktie hat innerhalb von zwei Wochen mehr als ein Fünftel ihres Werts eingebüßt und notiert aktuell unter ihrem Ausgabekurs von 32,50 Euro. Wenn der Widerstand bei 30 Euro bricht, könnte der Kurs bald auf dem Niveau der Erste Group-Aktie liegen, kommentierte ein Analyst. "So nahe waren sie sich noch nie", so ein Marktteilnehmer.

Europaweit herrschte trotz schwacher Zahlen bei der deutschen Branchengröße Salzgitter Kauflaune bei Stahltiteln. In diesem Umfeld konnten sich auch voestalpine um 0,50 Prozent auf 26,12 Euro verbessern.

Der ATX Prime notierte bei 1137,73 Zählern und damit um 0,84 Prozent oder 9,49 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 29 Titel mit höheren Kursen, fünf mit tieferen und fünf unverändert. In acht Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 685101 (Vortag: 924.575) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 29,722 (40,67) Millionen Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.