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Außenpolitik

Singapur: Die Schweiz Asiens

Howard X, der australische Imitator von Nordkoreas Machthaber Kim, durfte zwar nach Singapur einreisen, muss sich aber von der Sperrzone
Howard X, der australische Imitator von Nordkoreas Machthaber Kim, durfte zwar nach Singapur einreisen, muss sich aber von der SperrzoneGetty Images
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Am Dienstag soll US-Präsident Trump Nordkoreas Diktator Kim in Singapur treffen. Wie sich der kleine Stadtstaat weltpolitische Relevanz als neutrale Instanz verschafft.

Der Ballsaal des Capella wird normalerweise für Hochzeitsgesellschaften von zumeist reichen Indern oder Chinesen gebucht. An einem für sie so wichtigen Ereignis ist es den Familien wichtig zu zeigen, dass sie nicht knapp bei Kasse sind. Fast eine halbe Million US-Dollar kostet es, das edle Anwesen auf der Singapur vorgelagerten Freizeitinsel Sentosa für einen Abend zu buchen. Entworfen hat die Anlage, die aus einer Ansammlung ehemaliger Kolonialbauten besteht, der britische Stararchitekt Norman Foster.

Den derzeitigen Plänen zufolge wollen sich am Dienstag pünktlich um neun Uhr morgens Donald Trump und Kim Jong-un in dem feierlichen Ambiente die Hände reichen und Gespräche führen. Sollten diese Pläne bis dahin nicht doch wieder verworfen werden, wird es das erste Mal sein, dass sich ein amtierender US-Präsident mit einem nordkoreanischen Machthaber trifft. Ob den beiden am Ende des Tages immer noch feierlich zumute sein wird, ist völlig offen. Trump hat eine „freundliche Verhandlung“ in Aussicht gestellt. „Ich glaube wirklich, dass Kim Jong-un etwas tun will.“ Zugleich betonte der US-Präsident, neben Erfolg sei auch ein Scheitern des Treffens möglich.