Wiener Börse am Nachmittag: ATX mit Plus von 0,88 Prozent

Mit Unterstützung kräftig gestiegener Märkte in Tokio und festen Vorgaben von der Wall Street notierten die Börsen im Handelsverlauf in der Gewinnzone.

Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2430,79 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 21,25 Punkten bzw. 0,88 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,44 Prozent, FTSE/London +0,50 Prozent und CAC-40/Paris +0,64 Prozent.

Die europäischen Aktienmärkte haben sich zum Wochenschluss von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Mit Unterstützung kräftig gestiegener Märkte in Tokio und festen Vorgaben von der Wall Street notierten die Börsen im Handelsverlauf in der Gewinnzone. Besser als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den USA stützten die Märkte zusätzlich.

So ist die Zahl der erwerbstätigen US-Bürger (außerhalb des Agrarsektors) im Februar um 36000 zurückgegangen, Experten hatten 68000 abgebaute Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote stagnierte im Vergleich zum Jänner bei 9,7 Prozent. Allerdings seien die Zahlen gemeinhin mit Vorsicht zu bewerten, "denn die Daten werden regelmäßig nach unten revidiert", hieß es aus einem Handelsraum.

In einem nachrichtenarmen Handel rückten die Jahresergebnisse des steirischen Anlagenbauers Andritz in den Mittelpunkt des Geschehens. Das Unternehmen hat 2009 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis deutliche Einbußen erlitten. Grund waren krisenbedingt rückläufige Aufträge vor allem im Stahlbereich. Analysten äußerten sich gemischt zum Zahlenwerk. An der Wiener Börse ließen Andritz nach anfänglichen Kursgewinnen um 1,70 Prozent auf 41,00 Euro nach.

Die Schwergewichte im Wiener Leitindex konnten teils deutliche Aufschläge für sich verbuchen. OMV kletterten angesichts eines höheren Ölpreises um 2,82 Prozent auf 27,01 Euro. Telekom Austria stiegen um 1,71 Prozent auf 9,50 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Telekom-Aktie von 12,25 auf 11,75 Euro gekürzt.

Eine weitere Analyse sorgte bei den Post-Aktien für Impulse. Die Wertpapieranalysten von Morgan Stanley haben in ihrer jüngsten Studie das Anlagevotum für die Aktien des Dienstleisters von "underweight" auf "overweight" hochgestuft. Die Titel der Post notierten um 0,54 Prozent fester bei 20,36 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 13.30 Uhr bei 2435,30 Punkten, das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2.409,70 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,80 Prozent bei 1.137,26 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 25 Titel mit höheren Kursen, 15 mit tieferen und zwei unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.833.749 (Vortag: 4.769.340) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 140,51 (174,74) Millionen Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 527.830 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 29,17 Millionen Euro entspricht.

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