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WM in Putinland: Was Anleger wissen sollten

Russland werde sein Ziel erreichen, die bisher beste Weltmeisterschaft zu organisieren, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino dieser Tage.
Russland werde sein Ziel erreichen, die bisher beste Weltmeisterschaft zu organisieren, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino dieser Tage.(c) APA/AFP/YURI CORTEZ
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Für das Image der Sponsoren ist eine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland riskanter als etwa die zuletzt in Brasilien. Profitieren werden sie und andere Unternehmen dennoch. Aber ist das auch aus Sicht der Anleger so klar?

Wien. Als sich Russland Ende 2010 gegen die anderen Bewerber um die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 durchsetzte, war die Welt noch eine andere. Im Land herrschte durch Wladimir Putins Wechsel von der Kreml- an die Regierungsspitze Tauwetter, die Wirtschaft begann nach der Finanzkrise wieder zu laufen, und an einen restaurativen Kurs inklusive Annexion der Krim dachte niemand auch nur im Traum.

Wenige Tage vor Beginn der WM klingt all das wie eine Geschichte aus einer fernen Zeit. Das Verhältnis mit dem Westen ist im Eimer. Die russische Wirtschaft ist durch die ölpreis- und sanktionsbedingte Rezession 2015 und 2016 sowie durch das auf nur 1,5 Prozent beschränkte Wachstum im Vorjahr weiter hinter die brummende Weltwirtschaft zurückgefallen. Und wenn sich der soeben wiedergewählte Putin nicht bald einem radikalen Reformkurs verschreibt, wird das BIP-Wachstum in den kommenden Jahren nicht mehr als zwei Prozent erreichen. Daran können auch sportliche Einmalereignisse nichts ändern, obwohl die Vorbereitung für die Fußball-WM, die am Donnerstag beginnt, das BIP in den vergangenen Jahren durchaus gestützt hat.