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Keine teure Hardware mehr

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Christopher Anderlik, Head of Operations bei EBCONT operations GmbH, über die Vor- und Nachteile der Cloud für Unternehmen.

Worin bestehen die Vorteile der Cloud für Unternehmer? 

Der Vorteil liegt vor allem darin, dass ich mich als Unternehmer besser um das Kerngeschäft kümmern kann. Denn jetzt bietet die Cloud die Basis-Infrastruktur. Die kann ich als Unternehmer nutzen und ich muss mich nicht um die Betreuung kümmern.  Ich muss beispielsweise kein eigenes Rechenzentrum aufbauen oder betreuen. Ich kann außerdem schnell starten, bin nicht auf lange Lieferwege und ähnliches angewiesen. Dann geht es um Skalierung: Oft sind Unternehmen in der Situation, dass zu bestimmten Zeiten mehr Ressourcen benötigt werden als zu anderen. In der Cloud kann ich adhoc skalieren und muss daher zum Beispiel keine teure Hardware auf Lager haben. Ich bin in der Cloud zudem flexibler, kann dort Möglichkeiten und Services per Knopfdruck nutzen – und zahle dabei nur, was ich tatsächlich benötige. Ich bin nicht zuletzt näher am Kunden: Große Cloud-Provider haben weltweit verteilte Rechenzentren und Edge-Knoten und sind somit näher (und schneller) beim Endkunden. Dadurch erspart man sich Latenzzeiten, die beispielsweise in einem langsamen Aufbau einer Webseite resultieren können.

Und die Nachteile?

Natürlich gibt es auch diverse Nachteile der Cloud. Sie ist etwas teurer bei durchgängig gleicher Nutzung, ich habe weniger Eigenkontrolle und der Speicherort der Daten ist oft undurchsichtig.

Welche Sicherheitsfragen ergeben sich durch den Schritt in die Cloud?

Theoretisch ist es vielen Cloud-Anbietern zumindest technisch möglich sich auf jegliche Daten auf deren Systemen Zugriff zu verschaffen. Speziell in Hinblick auf den Datenschutz und die DSGVO sollte man diverse Vorkehrungen treffen, etwa Verschlüsselung der Daten, Achten auf diverse Zertifikate der Anbieter wie z.B. ISO27001. Weiters ist für Compliance oft der Ablageort, also der Standort der Daten entscheidend - seriöse Anbieter können transparent nachweisen, wo die Daten abgelegt werden.

Inwiefern setzt der S3 Speicher von AWS weltweit Standards?

Als Enduser ist es oft gar nicht ersichtlich, wie viele Unternehmen und Dienste auf S3 zum Speichern und Ablegen Ihrer Daten nutzen. So war beispielsweise auch Dropbox ein großer Kunde - ich gehe davon aus, dass viele Dropbox-Kunden nicht wissen,  dass ihre Daten bei Amazon gespeichert wurden. Als schier unendlich großer Speicherplatz, das ist der enormen Rechenzentrumskapazität von Amazon geschuldet, und speziell durch die Möglichkeit, diese sicher und weltweit verteilt den Kunden zur Verfügung zu stellen, hat AWS neue Maßstäbe gesetzt.

 

Zur Person:

Christopher Anderlik ist Division Manager / Head of Operations bei EBCONT operations GmbH. Er veranstaltet regelmäßig AWS-Treffen. Die Amazon-Infrastruktur nutzt er seit 2012 in diversen Projekten. Seit ca. zwei Jahren ist die Firma EBCONT operations auch AWS-Partner und unterstützt Unternehmen professionell beim Aufbau, Migration oder dem Betrieb diverser Services in der Cloud.