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15 Prozent der österreichischen Haushalte sind überbelegt

Zinshäuser in Wien
Zinshäuser in WienDie Presse (c) Clemens Fabry
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Grafik Mit wie viel Platz müssen Familien in der EU auskommen? Das hängt vom Land ab - in Rumänien sind etwa 48,8 Prozent der Haushalte überbelegt, in Zypern nur 2,4.

In der EU sind 16,6 Prozent aller Haushalte überbelegt. Das heißt, die Anzahl der Zimmer einer Wohnung oder eines Hauses liegt unter dem Bedarf einer Familie - sie haben nicht genügend Wohnraum. Die Zahlen gehen in den einzelnen EU-Ländern deutlich auseinander. So haben in Rumänien fast die Hälfte der Haushalte zu wenig Platz. In Zypern sind es nur 2,4 Prozent. In Österreich liegt die Zahl der überbelegten Haushalte unter dem EU-Durchschnitt, bei 15,2 Prozent.

Hinter Rumänien folgen Lettland, Bulgarien, Kroatien, Polen und Ungarn mit jeweils mehr als 40 Prozent an überbelegten Haushalten. Am meisten Platz haben Familien neben Zypern in Malta, Irland, Belgien, den Niederlanden und Spanien. Unter zehn Prozent, und damit auch deutlich unter der Quote von Österreich, liegen außerdem noch Finnland, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg und Dänemark.

Die EU misst anhand der Überbelegungsquote die Qualität des Wohnens. Für die Mindestanzahl der Räume wird die Größe des Haushalts, das Alter der Haushaltsmitglieder und die familiäre Situation miteinbezogen. Angemessener Wohnraum bemisst sich aus mindestens einem Zimmer pro Person über 18 Jahre oder pro Paar, das in dem Haushalt lebt. Bei minderjährigen Personen wird auch ein Raum für zwei Kinder unter 12 Jahren oder zwei Personen desselben Geschlechts zwischen 12 und 17 Jahren als ausreichend bewertet.

Zu große Wohneinheiten

Auch die Unterbelegung wird von der EU-Statistikbehörde Eurostat erhoben. Dabei spricht man von zu großen Wohneinheiten für die Bedürfnisse der Bewohner. Hier zeichnet sich das fast gegenteilige Bild zu Überbelegungsquote ab. Insgesamt wurde 2016 in 34,8 Prozent der EU-Haushalte eine Unterbelegung registriert. An der Spitze liegt Irland mit einer Unterbelegung in 70,6 Prozent der Haushalte, gefolgt von Zypern, Malta und Belgien. Auch bei der Unterbelegungsrate findet sich Österreich wieder im Mittelfeld und unter dem EU-Durchschnitt bei 31,2 Prozent. Den geringsten Anteil zu großer Wohneinheiten weist Rumänien mit 6,3 Prozent auf, gefolgt von Ungarn, Lettland, Griechenland und Kroatien.

 

(brun/APA)