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Icesave-Proteste in Reykjavik und Oslo

Icesave-Proteste in Reykjavik und Oslo
Icesave-Proteste in Reykjavik und OsloBOB STRONG
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Parallel zur Volksabstimmung über die Frage zur Schuldentilgung gingen in Reykjavik und Oslo etwa 2000 Menschen auf die Straße, um gegen das Icesave-Gesetz zu demonstrieren.

Rund 2000 Menschen haben am Nachmittag des 6. März in Reykjavik gegen das so genannte Icesave-Gesetz protestiert, in dem die vergangenes Jahr unter den Regierungen vereinbarten Bedingungen zur Rückzahlung von 3,9 Milliarden Euro isländischer Bankschulden an Großbritannien und die Niederlande festgelegt sind. Eine Protestkundgebung gab es auch vor der isländischen Botschaft in Oslo. In Island findet zeitgleich eine Volksabstimmung über das Gesetz statt.

Erinnerung an die "Kochtopfrevolution"

Laut dem isländischen Rundfunk RUV zogen die Demonstranten von der Hauptgeschäftsstraße Laugavegur in Richtung Parlament. In Oslo versammelten sich einige Dutzend Mitglieder des Aktivistennetzwerks Attac vor der isländischen Botschaft um ihre Solidarität mit den isländischen Gegnern des von vielen Isländern als ungerecht empfundenen Gesetzes zu bekunden. Sie schlugen in Erinnerung an die "Kochtopfrevolution" in Island vor einem Jahr auf Küchengegenständen Lärm.

Wahlbeteiligung scheint gering

Die Abstimmungslokale schließen in Island um 22.00 Uhr Ortszeit (23.00 MEZ) Kurz danach soll die erste Hochrechnung des Ergebnisses veröffentlicht werden. Die Beteiligung an dem Referendum lag bis zum Nachmittag deutlich unter jener an den Parlamentswahlen im Vorjahr. In Sudvesturkjördaemi, einem von insgesamt sechs Wahlkreisen, lag die Beteiligung am frühen Nachmittag bei 14 Prozent, 2009 hatten über 20 Prozent der Isländer in diesem Wahlkreis den Gang zu den Urnen absolviert. Das Referendum ist unabhängig von der Beteiligung gültig.

(APA)