Italien: Auch ohne Donner drohen Gewitter

Harter Aufprall oder sanfte Landung? Das ist für Italien noch nicht entschieden.
Harter Aufprall oder sanfte Landung? Das ist für Italien noch nicht entschieden.imago/Pacific Press Agency
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Aus Rom kommen plötzlich sanfte Töne, die Märkte sind beruhigt. Aber die Gefahr einer neuen Eurokrise ist nicht gebannt. Es hängt an den Gläubigern, den Banken und der Geldpolitik.

Wien. Was ist da los? Eben noch ließ Rom die Eurozone erzittern. Hinaus aus dem Euro, die EZB muss uns die Schulden erlassen, wir pfeifen auf Budgetdisziplin: Damit trieb die neue Regierung extremer Kräfte die Risikoprämien italienischer Anleihen in die Höhe – und die Währungsunion an den Rand einer existenzbedrohenden Krise.

Und jetzt das: Der Euro sei „unverzichtbar“, flötet sein überzeugter Gegner, EU-Minister Paolo Savona, an dem fast die Regierungsbildung gescheitert wäre. Premier Conte träumte noch in der Vorwoche von mehr Wachstum durch mehr Schulden, woran kein Gläubiger glaubt. Finanzminister Tria rudert zurück: „Wir wollen das Wachstum nicht durch schuldenfinanzierte Ausgaben in die Höhe treiben.“ Warum auf einmal so versöhnliche Töne? Am Mittwoch musste Italien bei einer Auktion 5,6 Mrd. an Schulden auf dem Anleihemarkt unterbringen. Die Übung gelang, die Märkte sind beruhigt, die Risikoaufschläge gehen zurück.

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