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Eine „moderne Frau“ auf völkischen Abwegen

Als Rednerin zog Käthe Schirmacher Tausende Menschen an.
Als Rednerin zog Käthe Schirmacher Tausende Menschen an.(c) Universitätsbibliothek Rostock
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In einem Buch erinnern Wiener Historikerinnen an die Frauenrechtsaktivistin und spätere Deutschnationale Käthe Schirmacher. Die Widersprüche in deren Biografie stören sie dabei nicht – im Gegenteil.

Wer mit seinen Leistungen in die Geschichte eingehen will, ist im besten Fall männlich. Darüber hinaus ist ein wahlweise abgrundtief böses oder aber ein ausgesprochen gutes und idealisierbares Leben von Vorteil. „Für die Wissenschaft und das Nachdenken über Gesellschaft sind widersprüchliche Biografien jedoch viel spannender“, meint zumindest die Historikerin Johanna Gehmacher vom Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien.