Das Innenressort ist kein Ponyhof

Herbert Kickl ist seit einem halben Jahr Innenminister. Der Wunschjob war das für den ehemaligen Sozialsprecher und Parteistrategen wohl eher nicht.
Herbert Kickl ist seit einem halben Jahr Innenminister. Der Wunschjob war das für den ehemaligen Sozialsprecher und Parteistrategen wohl eher nicht.APA/ROLAND SCHLAGER
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Herbert Kickls Halbjahreszeugnis fällt durchwachsen aus: In Symbol- und Parteipolitik ist er Vorzugsschüler. In Sachen Vertrauen in seinen Apparat und sensibles Lenken eines Ministeriums braucht er etwas Nachhilfe. Aber von den Richtigen.

Dass es nicht einfach werden würde, war klar. Darum wurde auch der „beste Mann“ der FPÖ mit der Mammutaufgabe betraut. Herbert Kickl selbst wollte eigentlich nicht unbedingtInnenminister werden.

Denn mit dem Thema Sicherheit hatte er bis zu seiner Angelobung im Dezember 2017 wenig am Hut gehabt. Kickl war Sozialsprecher der FPÖ, der brillante Parteistratege, der die Geschicke im Hintergrund lenkte. Das Amt des Sozialministers soll er sich gewünscht haben – oder Klubobmann hätte er werden wollen, erzählt man sich in der Partei. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache entsprach diesen Wünschen aber nicht. Denn er wollte das Kernthema seiner Partei, Sicherheit, von seinem kompetentesten Mitstreiter betraut wissen, einem, dem er blind vertraut. Und das ist eben er: Herbert Kickl.

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