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„Ratgeber müssen etwas versprechen“

Durch das Internet hat das Genre Leser verloren, doch die kommen zurück.

Der Sommer ist auch dazu da, um nachzudenken: Was man in seinem Leben künftig anders machen will, wie man sich aus lästigen Situationen befreit, welche Hobbys man lernen könnte. Ratgeber sind da eine beliebte Kaufoption. „Zeit für einen Spurwechsel“, „Anständig Leben“, mit dem „Steiner-Prinzip“ vom Schwergewicht zum Wohlfühlgewicht oder „Als ich lernte, meinen Hintern zu lieben“ und gar „Gesundgevögelt in 12 Wochen“. Die Liste der Versprechen ist lang.

Anton-Rupert Laireiter, Professor für Psychologie und praktizierender Psychotherapeut, sieht das durchaus kritisch. „Die ganze Ratgeberindustrie ist unüberschaubar. Es gibt keine Kriterien, wonach man sagen kann, das ist jetzt hilfreich oder nicht. Manchmal enthalten sie sogar falsche Informationen. Eigentlich müsste sich der Konsumentenschutz damit befassen“, sagt er, der auch die Fachsektion Klinische Psychologie im Berufsverband Österreichischer PsychologInnen leitet. Als Beispiel nennt er Erziehungsratgeber, die sich auf veraltete Theorien beziehen, oder Bücher über Angststörungen, in denen nicht empirisch gestütztes Wissen verbreitet wird.

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