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Erdbeben im Osten der Türkei: Dutzende Tote

Schweres Erdbeben in der Türkei
(c) REUTERS (HO)
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Häuser und Minarette der Provinz Elazig stürzten durch das Beben der Stärke 6,0 ein. Mehr als 50 Menschen wurden getötet, 100 weitere verletzt. Bis Mittag konnten alle Verschütteten geborgen werden.

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hat im Osten der Türkei sechs Dörfer zerstört und nach Behördenangaben 57 Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 30 Nachbeben erschütterten die Region in der Provinz Elazig 550 Kilometer östlich von Ankara, mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Die Erdbebenwarte Kandilli in Istanbul warnte, die Nachbeben könnten noch Tage andauern.

Die Einwohner wurden um 4.32 Uhr Ortszeit (3.32 Uhr MEZ) im Schlaf von dem Erdbeben überrascht. Lehm- und Steinhäuser fielen in sich zusammen, im Dorf Yukari blieb nach Angaben des Einwohners Yadin Apaydin "kein Stein auf dem anderen". Der Dorfvorsteher Hasan Demirdag zog im türkischen Fernsehsender NTV für seinen Ort Okcular die gleiche Schadensbilanz: "Alles ist eingestürzt." Der Gouverneur der Provinz, Muammer Erol, sagte, bis zum Mittag seien alle Verschütteten aus den Trümmerbergen geborgen worden.

In Panik aus dem Fenster gesprungen

Einige von ihnen waren nach dem Erdstoß in Panik aus den Fenstern ihrer Wohnungen gesprungen. Auch Moscheen stürzten ein. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond schaffte Zelte in die Region, um Notlager für die Überlebenden zu errichten.

Das frühmorgendliche Beben war auch in den benachbarten Provinzen Tunceli, Bingöl and Diyarbakir so heftig zu spüren, dass die Menschen in Panik auf die Straße rannten und den Rest der Nacht im Freien verbrachten. Innerhalb weniger Stunden erschütterten mehr als 30 Nachbeben die Region.

Die Türkei liegt in einer erdbebengefährdeten Zone und wird regelmäßig von Erdstößen erschüttert, weil dort die Kontinentalplatten Afrikas und Europas kollidieren. Der Osten der Türkei wurde zuletzt 2003 von einem schweren Erdbeben erschüttert. Damals wurde ein Schulwohnheim in der Provinz Bingöl zerstört, 83 Kinder wurden bei dem Unglück getötet. 1999 hatten zwei schwere Erdbeben im Nordwesten der Türkei rund 18.000 Menschen das Leben gekostet.

(Ag.)

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