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Rat der Kärntner Slowenen vor Selbstauflösung

Rat der Kärntner Slowenen vor Selbstauflösung
Rat der Kärntner Slowenen vor SelbstauflösungStellvertretender Obmann Rudi Vouk (c) APA (Robert Jäger)
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Wegen der Halbierung der slowenischen Fördermittel will sich der Rat der Kärntner Slowenen selbst auflösen. Landeshauptmann Dörfler freut sich auf Volksgruppen-Politik ohne "Krawallmacher".

Der Rat der Kärntner Slowenen steht sechzig Jahre nach seiner Gründung vor der Selbstauflösung. Grund für den drastischen Schritt sei "das nicht gehört werden" der Anliegen der Volksgruppe in Österreich und Slowenien, erklärte der stellvertretende Obmann Rudi Vouk am Dienstag in Ljubljana. Auslöser sei letztendlich die Halbierung der Fördermittel für die Volksgruppenverbände seitens der Republik Slowenien gewesen.

Das Präsidium des Rates fasste den Beschluss zur Selbstauflösung einstimmig. Diese Entscheidung muss allerdings noch am 29. März beim sogenannten Volksgruppentag - dem entscheidungsbefugten Gremium - abgesegnet werden.

Dörfler: Entscheidungen ohne "Krawallmacher" leichter

Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler zeigte sich "erfreut". Ohne den "Krawallmacher" Karel Smolle (Obmann des Rates, Anm.) würden Entscheidungen in der Volksgruppenpolitik künftig leichter fallen, sagte Dörfler.

Der Obmann des Zentralverbandes der slowenischen Organisationen Kärntens (ZSO), Marjan Sturm, ortet ein "Ablenkungsmanöver". Eine Reform des Volksgruppengesetzes sei derzeit in Arbeit, die Aufregung in den Reihen des Rates sei übertrieben.

Sturm erwartet zudem nicht, dass die Delegierten die Entscheidung des Präsidiums des Rates am Volksgruppentag einfach hinnehmen würden: "Da wird sicher etwas anderes herauskommen als die Selbstauflösung."

(APA)