Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Außenpolitik

Bahn frei für Erdoğans Alleinherrschaft

Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip ErdoganAPA/AFP/BULENT KILIC
  • Drucken

Die Türkei rückt mit den Präsidenten- und Parlamentswahlen weiter nach rechts und wieder mehr weg von Europa. Eine Analyse.

Istanbul. Fast zwei von drei Wählern in der Türkei haben am Sonntag eine konservative oder nationalistische Partei gewählt. Im Parlament ist Präsident Recep Tayyip Erdoğan nun nicht auf liberale Reformkräfte angewiesen, wie die Opposition es sich vor der Wahl erhofft hatte, sondern auf die Unterstützung der Rechtsnationalisten. Das wird sich auf den Kurs des Landes auswirken, der jetzt noch stärker auf eine türkische Großmachtposition ausgerichtet sein wird.

Neben der Erdoğan-Partei AKP, die trotz Stimmenverlusten immer noch auf 42 Prozent kam, verbuchte die rechtsextreme MHP 11,2 Prozent, während die nationalistische Iyi Parti, eine Abspaltung der MHP, bei 10,4 Prozent der Stimmen landete. Da AKP und MHP als Bündnispartner in die Wahl gegangen waren, wird sich Erdoğan künftig vor allem auf die Rechts-außen-Partei stützen, um sich Mehrheiten im Parlament zu suchen.