Im Keller: „Carpe Diem weiß 2015“

(c) www.fotostudio-eder.at / Weinkellerei Lenz Moser

Ein tiefgründiger und ausbalancierter Grüner Veltliner Reserve.

Jüngst war ich auf einem dieser Weingüter in der Toskana, deren Weine bei uns in Vinotheken und Weinbars en vogue sind. Dort ging es zu wie auf dem Großmarkt Inzersdorf in seinen besten Tagen. Sattelschlepper um Sattelschlepper holten Weinpaletten ab oder lieferten an. Während oben auf dem Hügel das alte Castello thronte, gab es unten Weinindustrie pur. Wir in Österreich haben uns das Bild vom kleinen Winzer, der noch selber auf dem Traktor hockt, verklärt bewahrt, auch wenn es in vielen Fällen längst ein Märchen ist. Als ich neulich bei Lenz Moser in Rohrendorf war, ging es dort im Vergleich zur Toskana sehr beschaulich, ja geradezu herzlich zu. Und ich habe dort einige sehr gute Weine getrunken. Etwa den „Carpe Diem 2015“, eine tiefgründige und ausbalancierte Grüner Veltliner Reserve. Die Trauben stammen vom Schlossweingut Malteser Ritterorden in Mailberg. Den Wein gibt es übrigens nur ab Hof. Am besten hinfahren, eine Führung buchen und Weingeschichte erleben – ganz ohne Märchen.

Lenz Moser, „Carpe Diem weiß 2015“, kostet ab Hof 12,50 Euro, www.lenzmoser.at