Geschlossen gegen die Eintönigkeit: die von den Laufstegen. Von Lila über Grün bis zu Flamingo-Orange. Wohldosiert, versteht sich.
Eines steht fest: Chromophobie ist für die Visagisten der großen Modemarken heuer ein Fremdwort. Angst vor Farbe sollte man auch als Nicht-Model nicht haben, wenn man die Laufsteglooks in den Alltag holen will: Flamingos standen bei Chanel, Giambattista Valli oder Sonia Rykiel Pate für die knalligen Pink-Orange-Töne, die die Make-up-Artists für die Modeschauen auf die Lippen auftrugen. Ein Muss bei diesen heiklen Knallfarben, die es heuer sowohl matt als auch in der glänzenden Variante gibt: ein blasser oder olivfarbener Teint. Bei roséfarbener Haut sieht der Look leicht kränklich aus.
Das Wiener Derby fand heuer in Paris, Mailand und New York statt: auf den Augenlidern. Derek Lam und Viktor & Rolf zeigten Lila vs. Grün, etwa in der Kombination aus fliederfarbenem Lidstrich mit pistaziengrünem Lidschatten. Besonders gut passt dieses Augenstyling zu einem Outfit in Nudetönen, sonst läuft man Gefahr, in die Achtziger-Trash-Falle zu tappen. Außerdem: nicht zu exakt auftragen! Neues ist auch von der Wimpern-front zu vermelden. Miu Miu zeigte eine besonders außergewöhnliche Variante: extrem lange, aber nicht zu dichte falsche Wimpern mit einigem Abstand zu den natürlichen Wimpern aufkleben. Nur Mut!