Nach einem über weite Strecken verhaltenen Handel konnte der Wiener Markt kurz vor Sitzungsschluss noch deutlich ins Plus drehen. Gut gesucht waren in Wien vor allem zyklische Werte.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei unterdurchschnittlichem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 31,13 Punkte oder 1,25 Prozent auf 2.517,37 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 35 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.482 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,22 Prozent, DAX/Frankfurt +0,86 Prozent, FTSE/London +0,58 Prozent und CAC-40/Paris +0,80 Prozent.
Nach einem über weite Strecken verhaltenen Handel konnte der Wiener Markt kurz vor Sitzungsschluss noch deutlich ins Plus drehen. Für bessere Stimmung sorgte wie an anderen europäischen Börsen auch die freundliche Wall Street-Eröffnung am Nachmittag. Auch die Sorgen um Griechenland dürften sich etwas gelegt haben, hieß es. Insgesamt verlief das Geschäft aber Händlern zufolge weiter ruhig.
Gut gesucht waren in Wien vor allem zyklische Werte. So gewannen voestalpine 2,60 Prozent auf 27,65 Euro. Strabag stiegen um 2,43 Prozent auf 18,95 Euro. Wienerberger legten nach einer neuen Analystenempfehlung 2,68 Prozent auf 14,20 Euro zu. Die Analysten von ING haben ihre Empfehlung für die Aktie von "sell" auf "buy" angehoben und ihr Kursziel von 9,00 auf 19,80 Euro mehr als verdoppelt.
Auch die anderen ATX-Schwergewichte konnten am Mittwoch zulegen. So stiegen OMV um 1,39 Prozent auf 27,63 Euro. Telekom Austria gewannen 1,15 Prozent auf 9,70 Euro. Pluszeichen gab es auch für die Bankenwerte Erste Group (plus 1,87 Prozent auf 29,44 Euro) und Raiffeisen International (plus 1,07 Prozent auf 32,25 Euro).
Negativ wurden die zu einigen Titeln der zweiten Reihe vorgelegten Unternehmensergebnisse aufgenommen. So büßten A-Tec nach Vorlage von Zahlen 2,60 Prozent auf 9,75 Euro ein. Der Mischkonzern konnte zwar 2009 in die schwarzen Zahlen zurückkehren, erwartet für heuer aber einen Umsatzrückgang und eine geringere Profitabilität.
Schoeller-Bleckmann (SBO) verloren nach der Meldung eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgangs im Vorjahr 1,62 Prozent auf 37,60 Euro. Die vorgelegten Zahlen sind Händlern zufolge im Rahmen der Analystenschätzungen ausgefallen. Die Analysten der Commerzbank und der UniCredit haben ihre jeweiligen Empfehlungen "hold" und "buy" in Reaktion auf die Zahlen bestätigt. Weniger Umsatz und Ergebnis im Vorjahr meldete auch die BWT, die Aktie fiel am Mittwoch um 1,23 Prozent auf 19,21 Euro.
(APA)