OPEC kämpft mit Förderausweitung - Ölpreis steigt

Die Ölpreise sind am Dienstag nach einer Verschnaufpause am Vortag wieder gestiegen. Ausschlaggebend ist das knappe Angebot an Erdöl, das auf Engpässe in zahlreichen Förderländern zurückgeht.

Die Ölpreise sind am Dienstag nach einer Verschnaufpause am Vortag wieder gestiegen. Während der US-Ölpreis auf einen neuen dreieinhalbjährigen Höchststand stieg, legte auch Nordseeöl zu. Das knappe Angebot bestimmt derzeit das Marktgeschehen.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete in der Früh 77,82 US-Dollar (66,86 Euro). Das waren um 52 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 73 Cent auf 74,67 Dollar.

In den vergangenen Wochen sind die Ölpreise im Trend deutlich gestiegen. Ausschlaggebend ist das knappe Angebot an Erdöl, das auf Engpässe in zahlreichen Förderländern zurückgeht. Zwar will die OPEC zusammen mit anderen Ländern wie Russland ihre Produktion ausweiten. Es ist aber fraglich, ob es angesichts einer rückläufigen Produktion in Ländern wie Libyen oder Venezuela unter dem Strich zu einer nennenswert höheren Förderung kommt.

Neue Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg deuten das Problem an: Demnach hat der Ölriese Saudi-Arabien seine Tagesproduktion im Juni kräftig um 330.000 Barrel ausgeweitet. Für die OPEC insgesamt verbleibt jedoch nur eine Ausweitung um 30.000 Barrel je Tag. Verantwortlich dafür werden die hohen Produktionsausfälle in anderen Mitgliedsländern gemacht.

(APA)