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Fußball ist zum Kotzen – manchmal

Zuweilen schützt der Körper die Psyche durch Verletzungen.
Zuweilen schützt der Körper die Psyche durch Verletzungen.SCIEPRO / Science Photo Library/picturedesk.com

Mit Nasenbluten wird ein Fußballer vom Feld genommen – von einer Depression will indes niemand etwas wissen. Angst, Überforderung, Suizid: über Tabus im Spitzensport.

Mir dreht sich der Magen um, als müsse ich mich übergeben. Ich muss dann einmal so heftig würgen, bis mir die Augen tränen.“ So beschreibt der Fußballer Per Mertesacker die Minuten vor dem Anpfiff. Der ehemalige deutsche Nationalspieler gab im März dieses Jahres im deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ein beachtliches Interview. Er sprach von Druck, seelischen Belastungen und Überforderung. Mertesacker blickte auf die andere Seite der Medaille des Profifußballs. Eine Seite, auf der Depressionen, Ängste, Übertraining, Verletzungen und Suizid zu finden sind.