Der Waldboden unter der Hightech-Lupe

Über Holztreppen und -stege sind die im steilen Wald aufgebauten Messgeräte zugänglich.
Über Holztreppen und -stege sind die im steilen Wald aufgebauten Messgeräte zugänglich.(c) Umweltbundesamt
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Im Nationalpark Kalkalpen wird untersucht, wie sich natürliche Stoffflüsse im Zuge des Klimawandels verändern.

Auf den ersten Blick ist es ein ziemlich befremdlicher Anblick: Mitten auf einem steilen, mit naturbelassenen Mischwäldern bewachsenen Berghang im Nationalpark Kalkalpen stößt man plötzlich auf Hightech: An den Baumstämmen hängen silbrig glänzende Trichter und Folien, auf dem Waldboden liegen weiße Dosen verstreut, Rohre ragen in die Höhe, auf Ständern sind umgedrehte Netze und sonderbare Stangen befestigt, dazwischen liegen überall Kabel, die zu einem weißen Schrank in der Mitte führen.

Betrachtet man diese Szenerie am Zöbelboden im Reichraminger Hintergebirge genauer, so wird schnell klar, dass es sich hier nicht etwa um eine geheime Abhörstation oder gar eine esoterische Energetisierungsanlage handelt – sondern um eine hochtechnisierte Forschungsstation unter freiem Himmel. „Wir erforschen hier die Effekte von extremen Klimaereignissen auf die Umwelt“, bestätigt Thomas Dirnböck, Wissenschaftler am Umweltbundesamt und zuständig für die Monitoring- und Forschungsstation Zöbelboden.

Von der Quelle zum Turm

Zwischen 550 und 950 Metern Seehöhe gibt es mehrere Plots, wie die Forscher die Messeinrichtungen nennen. Wir stehen am Mess-Plot im Wald. Oben, am Plateau des Berges, befindet sich ein 46 Meter hoher Messturm, und am Fuß des Hanges wird das Wasser einer Quelle nach allen Regeln der Kunst analysiert.

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