Klassik

Sommeroper: Liebesg'schichten und Geigensachen

In Mörbisch liegt die „größte Geige der Welt“ – als multifunktionales Bühnenbild der ersten Seefestspiel-Produktion unter der Intendanz von Peter Edelmann: Man spielt Kálmáns „Gräfin Mariza“.
In Mörbisch liegt die „größte Geige der Welt“ – als multifunktionales Bühnenbild der ersten Seefestspiel-Produktion unter der Intendanz von Peter Edelmann: Man spielt Kálmáns „Gräfin Mariza“.(c) Jerzy Bin

Die Künstler übernehmen die Intendanten-Macht bei den Opern- und Operettenfestivals im Lande. So präsentiert Bariton Peter Edelmann in Mörbisch seine erste Premiere: „Gräfin Mariza“ im pittoresken Puszta-Ambiente.

Die Künstler übernehmen das Steuer. Allenthalben bemühen sich Kulturmanager um die Erstellung von Musiktheater- und Konzertprogrammen. Doch zur sommerlichen Festspielzeit sind es immer wieder auch die Dirigenten und Sänger selbst, die Managementpositionen übernehmen, um an die alte Tradition der künstlerischen Prinzipale anzuknüpfen.

Bei den Seefestspielen Mörbisch hat das lange Tradition. Das Operettenfestival, das „Belami“ Harald Serafin zu eminenten Auslastungszahlen führte, indem er in aller Welt um Operettenfreunde warb, war schon in seinen sympathisch-dezenten Anfängen von einem Sänger geführt worden: Herbert Alsen, legendärer Bassist des Wiener Opernensembles, ließ erstmals am See den „Zigeunerbaron“ spielen. Daraus wurde über die Jahrzehnte das wohl bekannteste Operetten-Festival von allen. Seit dieser Saison steht ihm wieder ein Sänger vor.
Der Bariton Peter Edelmann wurde im Vorjahr zum künstlerischen Leiter bestellt. Er präsentiert mit „Gräfin Mariza“ seine erste Premiere im pittoresken Puszta-Ambiente nahe der ungarischen Grenze.