Pizzicato

Venedig der Wachau

Dürnstein in der Wachau zählt knapp 900 Einwohner – und eine Million Touristen jährlich. Daher wird dort nun überlegt, wie man die Anzahl der Besucher – und zwar gleich in der gesamten Wachau – begrenzen könnte.

So sollen die ganz großen Kreuzfahrtschiffe – also jene, die die Kurve in Oberösterreich gekriegt haben – künftig nicht mehr in Dürnstein anlegen dürfen. Mit dem Bürgermeister von Venedig ist man diesbezüglich bereits in engem Kontakt. Er hat da Best-Practice-Erfahrung.

Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Tourismusbekämpfung, kurz BVT, wurde bereits eingeschaltet. Es ist spezialisiert auf die ganz schwierigen Fälle. Innenminister Herbert Kickl will sich diesbezüglich beim heutigen Innenministertreffen auch mit seinem italienischen Amtskollegen, Matteo Salvini, austauschen. „Grenzen beginnen im eigenen Zuhause“, sagt Kickl. Sonst könnte ja jeder kommen.

Die österreichische Bundesregierung unterstützt also das Anliegen der Wachauer Bürgermeister. Diese preschen nun einmal mit der Idee eines Eintrittsgeldes vor.

So ändern sich eben die Zeiten: Früher musste man in Dürnstein Lösegeld zahlen, damit man herauskommt. (oli)

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