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Schädelarchiv als heikles wissenschaftliches Erbe

Künstlerisch verfremdete Schädel.
Künstlerisch verfremdete Schädel.(c) Tal Adler

Anthropologie. Ein Kunstprojekt in Edinburgh verhandelt wissenschaftliche Ethik am Beispiel der Sammlung menschlicher Schädel des Naturhistorischen Museums Wien. Darunter befinden sich nicht nur historische Gebeine.

Im Obergeschoß des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien, dort, wo Besuchern der Zutritt verwehrt ist, befindet sich ein makaber anmutendes Forschungsarchiv der anthropologischen Abteilung. Hausintern salopp „Schädelgang“ genannt, beherbergt es über 8000 Skelettschädel, die in einen riesigen Holzschrank akkurat einsortiert und fein säuberlich beschriftet wurden. „Türke“ steht auf dem einen Schild. „Slowake“ auf einem anderen. In einem Land mit rassistisch-mörderischer Wissenschaftsvergangenheit verursacht das mitunter Unbehagen.