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Lassen Sie sich nicht manipulieren: Der Eskalationstrick

Der Eskalationstrick ist auch für den Manipulator ein Spiel mit dem Feuer.pixabay
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Folge 7/17. Die bewusste Eskalation einer Angelegenheit erzeugt Druck, Unruhe und Unsicherheit. Wenn man nicht weiß, wie damit umzugehen ist.

Max und Lothar arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. Doch bald tauchen Schwierigkeiten auf. Max ist nicht mit den Ergebnissen zufrieden, die Lothar liefert.

Max schreitet sogleich zur Sache. Er schreibt eine Dringlichkeits-Mail an Lothar und setzt den gemeinsamen Vorgesetzen in Kopie. Max möchte also, dass die Chefin davon Wind kriegt, was bei Lothar los ist. Max will durch die bewusste Eskalation der Angelegenheit Druck, Unruhe und Unsicherheit erzeugen.

Je nachdem, wie Lothar reagiert, birgt das Vorgehen von Max erhebliches Eskalationspotential.

 

Die Grundlage dieser Manipulationstaktik:


Der Manipulator will durch die Eskalation einer Sache oder Angelegenheit Druck aufbauen. Dabei spielt er mit dem Feuer, denn er kann nie wissen, wie der Manipulierte reagieren wird. Sein Ziel ist es, dass sein Gegner einlenkt, das tut, was er von ihm möchte.

Aber es besteht die Gefahr, dass der Manipulierte zurückschlägt und eine Eskalationsspirale startet. Dies kann schnell aus dem Ruder laufen. Wenn eine Konfliktlawine erst einmal anrollt und ständig wächst, können auch unbeteiligte Dritte in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Wie reagieren?


Im Grunde ist in einer solchen Situation schon aktives Konfliktmanagement gefragt. Sie sollten nicht mit einer eskalierenden Gegenmaßnahme reagieren, dadurch vergrößern Sie das Problem in der Regel. Am besten stellen Sie den Manipulator zur Rede: Machen Sie klar, dass Ihnen sein Verhalten nicht gefällt und suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung für das Problem, das offenbar besteht.

Nächste Folge (8/17):
Lassen Sie sich nicht manipulieren: Die Falle des schlechten Gewissens

Die Anregungen für diese Serie stammen aus dem Buch
Andreas Edmüller und Thomas Wilhelm:
"Manipulationstechniken: So wehren Sie sich"