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Österreich hat EU-weit die saubersten Seen

Attersee
Michele Pauty
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Der Großteil der europäischen Gewässer fällt unter die Umweltstandards: Flüsse sind in Deutschland und Polen am schmutzigsten.

Die Umweltverschmutzung trägt schuld daran, dass der Großteil europäischer Gewässer unter die Umweltstandards fallen: Das zeigt ein Bericht der European Environment Agency (EEA). Lediglich 40 Prozent der Flüsse, Seen und Küstengewässer erreichen den ökologischen Standard, der in den europäischen Vorgaben für Gewässer geregelt ist, heißt es darin. 

Diese Vorgaben hatten ursprünglich eigentlich zum Ziel, die Wasserqualität bis zum Jahr 2015 auf ein zufriedenstellendes Level zu heben - doch nach wie vor ist ein Großteil der EU-Mitgliedstaaten weit davon entfernt.

Als besonders verschmutzt gelten Mündungsgebiete - nur 29 Prozent erreichen die Vorgaben - während knapp die Hälfte der Seen als zufriedenstellend bewertet wird. Die saubersten Flüsse finden sich im Übrigen in Estland, der Slowakei und Rumänien, am verschmutztesten sind sie in Deutschland, Luxemburg und Polen. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: was die Wasserqualität von Seen betrifft, führt Österreich das Ranking an - gefolgt von Schweden und Estland.

Schuld an der Verschmutzung der Oberflächengewässer sind in erster Linie Pestizide und Abwasseraufbereitungsanlagen. Grundwasser, das grundsätzlich eine viel höhere Qualität aufweist, wird durch Nitrate und Pestizide in der Landwirtschaft verunreinigt.

(aga)