Um den Kampf gegen den Klimawandel zu gewinnen und die Welt insgesamt nachhaltiger zu machen, reichen einzelne Maßnahmen nicht aus. Vielmehr ist ein tief greifender gesellschaftlicher Wandel notwendig.
Der Kampf gegen den Klimawandel gleicht einer wahren Herkulesaufgabe: Wenn sich die jetzigen Trends fortsetzen, sind die Ziele des Pariser Weltklimavertrags völlig außer Reichweite, die globale Durchschnittstemperatur wird um deutlich mehr als zwei Grad gegenüber vorindustriellen Zeiten ansteigen. Einen Vorgeschmack darauf, was das bedeutet, bekommen derzeit die Menschen in Japan, die nach nie da gewesenen Unwettern nun unter einer Hitzewelle stöhnen und bisher mehrere Hundert Todesopfer beklagen mussten.
Szenarien für die Zukunft
Am Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg werden seit vielen Jahren in internationaler Kooperation Szenarien entwickelt, wie die Ziele trotz aller Schwierigkeiten erreicht werden könnten. Demnach sind die entscheidenden Bausteine für eine wirkungsvolle Klimapolitik die Steigerung der Energieeffizienz, der Ersatz von fossilen durch erneuerbare Energieträger sowie ein verantwortungsvolleres Verbrauchsverhalten der Menschen. Eine kürzlich veröffentlichte Analyse zeigte beispielsweise, dass durch das Setzen richtiger Anreize eine Absenkung des weltweiten Energieverbrauchs bis zum Jahr 2050 um 40 Prozent möglich wäre.