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Außenpolitik

Die grausame Kampagne gegen das Volk der Uiguren

Chinesischer Überwachungsstaat. Polizisten auf Patrouille bei der Id-Kah-Moschee in der Stadt Kashgar.
Chinesischer Überwachungsstaat. Polizisten auf Patrouille bei der Id-Kah-Moschee in der Stadt Kashgar.APA/AFP/JOHANNES EISELE
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Sie erleiden Demütigungen, Strafen, Folter: Die chinesische Regierung hat die Heimat der muslimischen Uiguren in ein großes Straflager verwandelt. Ein normales Leben ist nicht mehr möglich.

Wo noch im vorigen Jahr die Händler ihre Waren lautstark angepriesen haben, wo Frauen mit Kopftuch wählerisch von Stand zu Stand gezogen sind, um sich Seidenschals oder Mäntel aus Yakwolle auszusuchen, und wo die Wirte von Garküchen ihre Lammspieße auf dem offenen Grill gebraten haben, herrscht heute Grabesstille. Stattdessen patrouillieren Gruppen von Uniformierten durch die Altstadt von Kashgar. „Sicherheitstruppe“ steht auf den Armbinden der zumeist jungen Männer; ihre Abzeichen weisen sie als Mitglieder der Volkspolizei aus. Ihre Bewaffnung wäre einem Krieg angemessen: Sie tragen Sturmgewehre und Maschinenpistolen. Fast alle von ihnen sind ethnische Chinesen, nur wenige sind einheimische Uiguren.