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Lassen Sie sich nicht manipulieren: Divide et impera

"Teile und herrsche" - mit dieser Taktik eroberte Rom ein Weltreich.
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Folge 12/17. "Divide et impera" ist lateinisch und bedeutet "teile und herrsche".

"Wenn sich zwei streiten, dann freut sich der Dritte", heißt es im Volksmund. "Divide et impera" sollen schon die alten Römer gesagt haben. Belegt ist das Zitat des französischen Königs Louis XI: "Diviser pour régner".

In allen drei Sprachen drücken ein und dasselbe aus: Nämlich Zwietracht säen, also Vertrauen unterminieren, um auf Basis dieser Misstrauenssituation die eigenen Ziele zu verfolgen.

Dieses Prinzip herrscht auch in vielen Unternehmen:

  • Unternehmen sind in Funktionssilos aufgeteilt, die erbitterte Kämpfe um Budgets und Ressourcen führen.
  • Anreizsysteme (incentives) sollen zu mehr Motivation führen, untergraben aber oft das Vertrauen der Mitarbeiter untereinander ("Wieso hat der und ich nicht?")
  • Anonyme Bewertungssysteme schaffen oft Misstrauen und stromlinienförmiges Anpassungsverhalten.
  • Teamarbeit soll gefördert werden, gleichzeitig benutzt man individuelle Bonussysteme.

Die Grundlage dieser Manipulationstaktik

Mitarbeiter werden oft auch mit mehrdeutigen oder paradoxen Botschaften verunsichert: "Gehen Sie Risiken ein, aber bedenken Sie, dass Sie das Geld unserer Shareholder ausgeben" - "Vertrauen ist mir sehr wichtig und schicken Sie mir jede Woche einen ausführlichen Bericht". Auf Basis einer Misstrauenssituation sollen die eigenen Ziele vorangehen.

Wie reagieren?

  • Setzen Sie ein klares Ziel vor und verfolgen Sie dies beharrlich.
  • Bauen Sie Begründungs- und Verhandlungsmacht auf. Begründen Sie Ihre Standpunkte präzise; verlangen Sie Begründungen von der anderen Seite und verteidigen Sie Ihre Anliegen.

 

Nächste Folge (13/17):
Lassen Sie sich nicht manipulieren: Das Sündenbock-Prinzip

Die Anregungen für diese Serie stammen aus dem Buch
Andreas Edmüller und Thomas Wilhelm:
"Manipulationstechniken: So wehren Sie sich"

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