Sechster Handelstag in Folge im Plus. Positives internationales Umfeld. Wenig fundamentale Nachrichten. Raiffeisen International sehr stark.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei hohem Volumen mit festeren Notierungen beendet. Der ATX stieg 28,52 Punkte oder 1,11 Prozent auf 2.609,49 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 16 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.593 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones; New York +0,39 Prozent, DAX; Frankfurt +0,89 Prozent, FTSE; London +0,43 Prozent und CAC-40; Paris +0,48 Prozent.
Mit einer freundlichen internationalen Börsenstimmung verbuchte der ATX bereits den sechsten Gewinntag in Folge. Einen positiven Impuls lieferte die US-Notenbank bereits am Dienstagabend mit ihrer Ankündigung, die US-Leitzinsen weiterhin auf rekordtiefem Niveau zu belassen.
Fundamentale Nachrichten von heimischen Unternehmen lagen fast keine vor. Europaweit präsentierten sich die Finanztitel nach überraschend starken Quartalszahlen der italienischen UniCredit mit deutlichen Kursgewinnen. In Wien schossen Raiffeisen International um 5,22 Prozent auf 36,30 Euro hoch und Erste Group verbuchten einen Zuwachs von 1,35 Prozent auf 30,72 Euro.
Tief in der Gewinnzone standen auch einige Immobilienwerte. Immoeast bauten ein Plus von 4,88 Prozent auf 3,87 Euro und Warimpex zogen um 5,19 Prozent auf 2,23 Euro an. Jeweils mehr als vier Prozent legten auch Eco Business und Immofinanz zu.
Der Kartonhersteller Mayr-Melnhof (MM) rückte mit publizierten Ergebnissen für 2009 in den Blickpunkt. Wie erwartet steigerte das Unternehmen die Ergebnisse leicht und verbuchte ein Minus beim Umsatz. Für das laufende Jahr ist aber noch keine Prognose möglich, so MM-Chef Wilhelm Hörmanseder. Die Papiere gingen mit plus 1,36 Prozent auf 69,19 Euro aus dem Handel.
Intercell fielen nach einer neuen Analystenmeinung um 0,51 Prozent auf 21,62 Euro. Die Experten der RCB senkten ihr Kursziel für den Impfstoffhersteller von 30,10 auf 25,70 Euro. Das Anlagevotum "buy" wurde jedoch bekräftigt.
Nach zwei negativen Analysteneinschätzungen ermäßigten sich die Zumtobel-Titel um 0,65 Prozent auf 15,40 Euro. Die Experten von der Deutschen Bank stuften die Aktie des Leuchtenherstellers von "buy" auf "hold" ab und die Erste Group senkte ihr Anlagevotum von "Accumulate" auf "Hold".
BWT legten um 1,27 Prozent auf 19,97 Euro zu. Auch hier meldeten sich Analysten mit neuen Berechnungen. Die Wertpapierexperten der Erste Group revidierten ihr Kursziel für den Wasseraufbereiter von 25,50 auf 25,00 Euro leicht nach unten und empfehlen die Titel mit "buy" weiterhin zum Kauf.
(APA)