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Rapid will heute endlich wieder in der Südstadt jubeln

Rapid-Coach Djuricin
Rapid-Coach DjuricinAPA/HERBERT NEUBAUER
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Unter Goran Djuricin gab es noch keinen grün-weißen Sieg bei der Admira. Salzburg startet Titelmission gegen LASK.

Maria Enzersdorf.Rapid startet am Sonntag (17.00 Uhr, live Sky) mit dem Auswärtsspiel bei Admira Wacker in die neue Bundesliga-Saison. Die Ziele der Hütteldorfer sind ambitioniert, sie lauten: Ein höherer Punkteschnitt in der Liga, die Europa-League-Gruppenphase und der Einzug ins Cupfinale. „Es war sehr wichtig, dass wir einheitlich nach außen gehen. Wir wollen uns selbst verbessern. Wenn der Punkte-Schnitt höher ist als letzte Saison und alles normal läuft, sind wir der erste Herausforderer von Salzburg“, erklärte Sportdirektor Fredy Bickel, der auch das Transferprogramm angesichts von 25 fitten Kaderspielern fürs Erste abgeschlossen sieht.

Zum Saisonauftakt erwartet Rapid allerdings gleich so etwas wie ein Angstgegner, unter Trainer Goran Djuricin hat die Mannschaft alle drei Spiele in der Südstadt verloren. „Dann wird es einmal Zeit, dass wir das ändern. Sie haben die Mannschaft umstrukturiert, das ist das Gefährliche. Angeschlagene Gegner sind immer gefährlich“, warnte der Wiener, der dennoch guter Dinge ist. „Wir gehen entschlossen in die Partie. Wir wissen, wer wir sind und was wir können.“ Auch Kapitän Stefan Schwab ist für den Saisonauftakt optimistisch. „Wir haben uns in der Südstadt immer schwergetan. Aber jetzt ist alles angerichtet, alles spricht für uns. Trotzdem dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen unsere Leistung bringen. Die Admira ist angeschlagen, das wollen wir ausnützen“, sagte der Mittelfeldspieler.

Für die Admira geht es hingegen schon darum, nach dem Cup-Aus bei Regionalligist Neusiedl und der 0:3-Niederlage in der Europa-League-Qualifikation bei ZSKA Sofia einen veritablen Fehlstart in die Saison zu verhindern. Trainer Ernst Baumeister verwies auf die Abgänge zahlreicher Leistungsträger: „In der momentanen Situation sind wir gegen jeden Gegner Außenseiter. Daher sind wir vom Saisonstart nicht sehr überrascht. Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis das Werkl zum Rennen anfängt.“

Salzburgs Heimserie. Titelverteidiger Salzburg geht mit einer nur geringfügig veränderten Mannschaft in die Mission „Sechster Meistertitel in Folge“. Seit 28 Ligaspielen sind die Bullen zu Hause schon ungeschlagen, diese Serie soll heute gegen den LASK ihre Fortsetzung finden. „Wir gehen gut vorbereitet in diese Saison. Wir haben uns gut repariert für die Aufgaben, die uns jetzt bevorstehen“, erklärte Trainer Marco Rose. Der Deutsche hat von seinen Leistungsträgern lediglich Valon Berisha (um kolportierte 7,5 Mio. Euro zu AS Roma) und Duje Caleta-Car (um 17 Mio. Euro zu Olympique Marseille) verloren. Beide werden vor dem Spiel verabschiedet. Dafür wurde etwa Zlatko Junuzovic aus Bremen geholt.

In der Vorbereitung hat der Meister überzeugt. „Die Mannschaft hat sich schnell gefunden, aber das gute Gefühl allein wird nicht reichen“, betonte Rose, der mit der Kaderdichte zufrieden ist. „Ich habe die Qual der Wahl. Aber es wird jeder Spieler genügend Spielzeit bekommen.“
[ON3WF]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2018)