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Bayreuth: Domingo als "Walküre"-Dirigent ausgebuht

Nicht nur Applaus gab es für Placido Domingo in Bayreuth.(c) imago/ITAR-TASS (Mikhail Metzel)
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Der berühmte Tenor Placido Domingo ist seit Jahren auch als Dirigent tätig, in diesem Jahr erstmals bei den Bayreuther Festspielen. Die Reaktionen des Publikums waren geteilt.

Placido Domingo, einer der größten Stars der Klassik-Szene, wurde bei den Bayreuther Festspielen von Teilen des Publikums ausgebuht. Zwar gab es nach der "Walküre" am Dienstagabend auch Applaus für den 77-jährigen Spanier - die Unmutsbekundungen aber waren deutlich zu hören.

Zuvor hat er allerdings nicht etwa - wie 18 Jahre zuvor - den liebenden Zwillingsbruder Siegmund gesungen, sondern das Orchester geführt. Domingo ist seit Jahren auch als Dirigent tätig, in diesem Jahr steht er zum ersten Mal in Bayreuth am Pult, wo er in den 1990er-Jahren noch den "Parsifal" sang.

Domingo führte weitgehend ruhig, solide und ohne großen Bombast durch den zweiten Teil von Richard Wagners "Ring des Nibelungen". Ausgerechnet die große Arie "Winterstürme wichen dem Wonnemond" drohte dem Maestro am Pult zu Beginn aber etwas zu entgleiten. Die Quittung dafür bekam dann auch Tenor Stephen Gould als Siegmund von einigen Zuschauern. Auch er musste ein paar Buhs einstecken.

Mit der "Walküre" endete die diesjährige Premierenwoche in Bayreuth. Die Festspiele dauern noch bis zum 29. August.

 

 

(APA/dpa)