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Israelische Luftwaffe flog Angriff auf Bewaffnete an Syrien-Grenze

Israel pocht derzeit verstärkt auf die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 1974.REUTERS
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Laut Medienberichten gibt es sieben Tote. Israel sieht seine Sicherheit durch iranische und russische Sicherheitskräfte an den Golan-Höhen bedroht.

Die israelische Luftwaffe hat einem Medienbericht zufolge bei Angriffen auf der syrischen Seite der Golanhöhen sieben Extremisten getötet. Dadurch sei ein "schwerer Vorfall" verhindert worden, berichtete der israelische Hörfunk am Donnerstag. Das Militär erklärte, Ziel der Angriffe seien "mehrere bewaffnete Terroragenten" gewesen. Es seien Sturmgewehre und Sprengstoffgürtel gefunden worden. Wie diese Entdeckungen gemacht wurden, teilte das Militär nicht mit.

Der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge kommt es in dem Gebiet nach wie vor zu Gefechten zwischen der syrischen Armee und der Islamistenmiliz IS.

Israel pocht derzeit verstärkt auf die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 1974: An der Trennlinie zwischen den von Israel besetzten Golanhöhen und Syrien war damals nach einem UNO-Abkommen eine Pufferzone errichtet worden, die Blauhelme überwachen.

Israel sieht seine Sicherheit direkt von dort tätigen iranischen Kräften und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz bedroht. Diese hatten zusammen mit russischen Einheiten syrische Regierungstruppen dabei unterstützt, von Rebellen gehaltene Gebiete im Südwesten zurückzuerobern und waren so immer weiter an die Grenze vorgedrungen.

Zwar zog der Iran seine schweren Waffen an den Golanhöhen nach russischen Angaben am Mittwoch ab. Doch am Mittwoch gab Russland bekannt, Sicherheitskräfte in das Gebiet an der israelisch-syrischen Grenze zu entsenden. Man werde acht Beobachtungsposten errichten, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax.

(APA/dpa/red.)