Zum zweiten Mal gibt es beim ALC-Wettbewerb einen Award für Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.
Im Vorjahr war es ein bedeutendes Signal, das der Wettbewerb Austria's Leading Companies (ALC) gesetzt hat: Zusätzlich zur Auszeichnung der besten Unternehmen Österreichs wurde auch ein bedeutender Sonderpreis vergeben: nämlich an Unternehmen für erfolgreiche Beschäftigungsintegrationen von Menschen mit Behinderung.
Auch heuer – im Jubiläumsjahr des renommierten ALC-Bewerbs, der zum 20. Mal stattfindet, küren „Die Presse“ und ihre Partner KSV1870 und PwC-Österreich zusammen mit der Organisation Zero Project verdienstvolle Unternehmen mit diesem Sonderpreis. Wie wichtig die Initiative ist, erläutert Zero-Project-Initiator Martin Essl: „Nur 21 Prozent der Unternehmen beschäftigen Menschen mit Behinderung in dem Ausmaß, wie es ihrer Beschäftigtengröße entspricht.“ Der große Rest, der die vorgegebenen Quoten nicht erfüllt, bezahle lieber die Ausgleichstaxe.
Welches Potenzial hier aber liegen gelassen werde, untermauert Essl mit zwei weiteren Zahlen: „Rund 15 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben eine Behinderung. Das sind mehr als eine Million Menschen.“ Ein wesentlicher Teil dieser Menschen sei nicht beschäftigt, „obwohl viele entsprechend ihrer Talente in der Wirtschaft und im öffentlichen Bereich einen Beitrag leisten könnten“, betont Essl. Daher brauche es Leuchtturmunternehmen und Vorzeigeprojekte.
Award in jedem Bundesland
Im Rahmen von Austria's Leading Companies wird in jedem Bundesland ein Leuchtturmbetrieb mit einem ALC-Award ausgezeichnet. Im Zuge ihrer österreichweit abgehaltenen Unternehmens- und Branchendialoge wird Zero Project heuer 50 Best-Practise-Beispiele in die Auswahl bringen. Die werden dann von einer hochkarätigen Jury begutachtet.
Heuer finden laut Essl noch zwei Zero-Project-Unternehmensdialoge zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung statt: am 13.?September in Dornbirn und am 24.?September in Kärnten.