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Italiens Premier Conte: "Mittelmeer ist kein Friedhof mehr"

Archivbild. Die Polizei wartete Mitte Juli in Trapani auf Sizilien auf die Ankunft eines Rettungsschiffes mit über 60 Migranten an Bord.
Archivbild. Die Polizei wartete Mitte Juli in Trapani auf Sizilien auf die Ankunft eines Rettungsschiffes mit über 60 Migranten an Bord.APA/AFP/ALESSANDRO FUCARINI

Der italienische Premierminister lobt die Maßnahmen der neuen italienischen Regierung. Die Zahl der Ankünfte in italienischen Häfen sei um 85 Prozent zurückgegangen.

Der italienische Premier Giuseppe Conte ist stolz auf die Resultate des neuen Einwanderungskurses seines Kabinetts. Seit seinem Amtsantritt sei die Zahl der Migrantenankünfte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 85 Prozent zurückgegangen, erklärte der Premier am Mittwoch in Rom. Er sei stolz darauf, dass das "Mittelmeer nicht mehr ein Friedhof für Migranten ohne Namen" sei, so Conte.

Italien werde oft beschuldigt, seine Häfen geschlossen zu haben, meinte der Regierungschef auf einer Pressekonferenz. "In Wahrheit haben wir mit unserem rigorosen Kurs niemals die humanitäre Migrantenrettung infrage gestellt. Wir haben stets die Präsenz unserer Schiffe im Mittelmeer und die Möglichkeit, gefährdete Personen aufzunehmen, gesichert. Wir haben aber unsere Haltung geändert. Der bisher von Italien verfolgte Kurs hat in 15 Jahren 34.000 Tote im Mittelmeer verursacht",

"Wir sind an der Lösung der Einwanderungsproblematik mit einer vernünftigen Haltung interessiert. Wir haben auch in Europa einen Wandel erzwungen und ein europäisches Engagement bei der Flüchtlingsproblematik erreicht. Dies ist ein großes Resultat, das wir weiter ausbauen wollen", erklärte der seit Juni amtierende Premier.

(APA)