Russland warnt die USA vor einem Wirtschaftskrieg

Russischer Aeroflot Airbus A320 hebt ab
Russischer Aeroflot Airbus A320 hebt abREUTERS

Der russische Ministerpräsident Medwedew kündigte Gegenmaßnahmen bei etwaigen Sanktionen in der Affäre um den Anschlag auf den russischen Ex-Agenten Skripal an.

Nach neuen Sanktionsankündigungen der USA gegen Russland im Fall Skripal verschärft sich der Ton zwischen beiden Ländern weiter. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew warnte am Freitag vor einem Wirtschaftskrieg mit unabsehbaren Folgen.

"Ich kann eines sagen: Wenn es zum Verbot von Bankgeschäften oder des Gebrauchs der einen oder anderen Währung kommt, wäre das eindeutig die Ausrufung eines Wirtschaftskriegs", zitierte die Nachrichtenagentur Tass Medwedew. Darauf müsse Russland mit wirtschaftlichen, politischen oder anderen Mitteln reagieren. "Und unsere amerikanischen Freunde müssen das verstehen."

Die Regierung in Washington hatte wegen des Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter neue Sanktionen angekündigt. Sie sollen Exportgüter aus den Bereichen Elektronik, Laser, Sensoren sowie Öl- und Gastechnologie betreffen. Ein anderer Regierungssprecher sprach von einem Handelsvolumen in dreistelliger Millionenhöhe.

Begründet wurden die Strafmaßnahmen mit dem Russland zugeschriebenen Einsatz eines Nervengifts bei dem Anschlag. Die russische Regierung bestreitet eine Beteiligung. Die neuen Strafmaßnahmen sollen um den 22. August herum in Kraft treten.

(APA/Reuters)