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Burschenschaft Germania: Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen beendet

Archivbild von Udo Landbauer, als er noch Spitzenkandidat der FPÖ bei den niederösterreichischen Landtagswahlen war.
Archivbild von Udo Landbauer, als er noch Spitzenkandidat der FPÖ bei den niederösterreichischen Landtagswahlen war.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Ermittlungen zur "Liederbuch-Affäre" sind abgeschlossen, Ergebnisse werden vorerst nicht bekannt. Udo Landbauer steht vor einem Polit-Comeback in der FPÖ NÖ, er war Zeuge in der Causa.

In der Causa NS-Liederbuch der Burschenschaft Germania sind die Ermittlungen beendet, sagte Sprecher Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt laut ORF NÖ. Über das Ergebnis gab es am Dienstag keine Auskunft. In der Causa muss an die Oberstaatsanwaltschaft Wien berichtet werden. Udo Landbauer wurde als Zeuge geführt, seine Rückkehr in die Politik dürfte immer konkreter werden.

Die "Liederbuch-Affäre" war kurz vor der niederösterreichischen Landtagswahl im Jänner bekanntgeworden. Im Zuge einer Hausdurchsuchung bei der Germania waren Liederbücher mit teilweise geschwärzten Passagen sichergestellt worden. Die Ermittlungen richteten sich gegen vier Verdächtige, die für das 1997 neu aufgelegte Liederbuch mit NS-verherrlichenden Inhalten verantwortlich zeichneten. Unter anderem wurde ein Gutachten zu Text-Schwärzungen geprüft.

FPÖ-Landesparteiobmann Walter Rosenkranz hatte in einem "NÖN"-Interview gesagt, dass Landbauer bald die "Spitze des Landtagsklubs" bilden könnte. Als Voraussetzung für ein Comeback des Listenersten für die Landtagswahl nannte er, dass das Verfahren in der Causa NS-Liederbuch der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt zur Gänze abgeschlossen sei. Auch Wiens FPÖ-Stadtrat Johann Gudenus sieht nun die Entscheidung bei Landbauer. Er müsse sagen, wenn er in die Politik zurück will - "und dann glaube ich, könnte es durchaus möglich sein".

(APA)