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Türkei entließ Ehrenvorsitzenden von Amnesty International aus Haft

APA/AFP/FRANCOIS GUILLOT
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Der Ehrenvorsitzende der türkischen Sektion von Amnesty International ist nach über 14 Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der Ehrenvorsitzenden der türkischen Sektion von Amnesty International ist nach über 14 Monaten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Ein Istanbuler Gericht hatte nach Angaben der Menschenrechtsorganisation die Freilassung von Taner Kilic am Mittwoch angeordnet.

Am Abend veröffentlichte ein Amnesty-Mitarbeiter via Twitter ein Foto, das Kilic mit Familienangehörigen vor dem Gefängnis zeigt. "Taner ist wirklich frei" lautete die Bildunterschrift. Der Fall Kilic hatte weitere Kritik am Umgang der Türkei mit Menschenrechten ausgelöst. Kilic saß wegen des Vorwurfs der Unterstützung des Predigers Fethullah Gülen in Untersuchungshaft. Gülen lebt in den USA im Exil. Die türkische Regierung macht ihn für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich.

Die türkische Amnesty-Sektion erklärte, in die Freude über die Freilassung mische sich Wut darüber, dass die grundlosen Anschuldigungen gegen ihn und weitere Mitstreiter nicht fallengelassen worden seien. Man werde weiter für die Menschenrechte in der Türkei und die Freilassung aller Menschenrechts-Aktivisten, Journalisten und anderen Personen kämpfen, die zu Unrecht nach dem Putschversuch inhaftiert worden seien.

(APA/Reuters)