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Chefredakteurswechsel beim "Spiegel": Brinkbäumer geht, Klusmann kommt

Das Redaktionsgebäude des "Spiegel" in Hamburg
Das Redaktionsgebäude des "Spiegel" in Hamburg(c) REUTERS (Fabian Bimmer)
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Wie die deutsche Branchenzeitschrift "Meedia" berichtet, gibt Klaus Brinkbäumer die Chefredaktion nach rund dreieinhalb Jahren ab. Die Auflage entwickelte sich schlecht.

Beim "Spiegel" kommt es zu einem Wechsel in der Chjefredaktion: Klaus Brinkbäumer gibt das Heft nach rund dreieinhalb Jahren ab, führen wird nun Steffen Klusmann, bisher Chefredakteur des "Manager Magazins". Das berichtet die deutsche Branchenzeitschrift "Meedia". Klusmann war, bevor er zum "Manager Magazin" kam, Chefredakteur der "Financial Times Deutschland". Welche Funktion Klaus Brinkbäumer künftig übernimmt und ob er dem Haus erhalten bleibt, ist noch nicht bekannt.

Die Auflagen-Entwicklung des "Spiegel" war unter Brinkbäumer jedenfalls nicht gut: Seit seinem Antritt als Chefredakteur verlor das Magazin über 118.000 verkaufte Exemplare pro Ausgabe. Die nun erreichte verkaufte Auflage ist der schwächste Wert des "Spiegel" seit 1966. Insbesondere im Einzelhandel schwächelt das Magazin.

In der neuen "Spiegel"-Chefredaktion soll Ullrich Fichtner in erster Linie für das Print-Heft verantwortlich sein und Barbara Hans für Spiegel Online. Fichtner war bereits Korrespondent in New York und Leiter des Gesellschafts-Ressorts. Seit April 2016 ist er Reporter mit Dienstsitz Paris, wie "Meedia" schreibt.

Zum Bericht von "Meedia" >>>

Klaus Brinkbäumer (rechts) mit Schriftsteller Daniel Kehlmann.
Klaus Brinkbäumer (rechts) mit Schriftsteller Daniel Kehlmann.(c) imago/Sven Simon (Anke Waelischmiller/SVEN SIMON)

Neuigkeiten gibt es auch von einem ehemaligen "Spiegel"-Chefredakteur: Matthias Müller von Blumencron wird neuer Chefredakteur des "Tagesspiegel", Lorenz Maroldt bleibt neben ihm in dieser Position.  Der bisherige Co-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff wechselt in den Herausgeberkreis. 

Müller von Blumencron war mehr als 20 Jahre beim "Spiegel", zuerst als Ressortleiter und Wirtschaftskorrespondent in Washington und New York, die längste Zeit als Chef von "Spiegel online" (2000 bis 2008) und danach bis 2013 gemeinsam mit Georg Mascolo "Spiegel"-Chefredakteur.  Bis Ende 2017 war er für die Digitalprodukte bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zuständig.

 

(red.)